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Bündner Bau-Skandal Zürcher unterstützt Whistleblower mit über 250'000 Franken

Student Natanael Wildermuth sammelt auf einer Crowdfunding-Plattform Geld, um Whistleblower Adam Quadroni zu helfen.

Portrait von Natanael Wildermuth
Legende: SRF

Im Unterengadin haben Bauunternehmen über Jahre hinweg Beschaffungen im Hoch- und Tiefbau manipuliert. Betroffen waren Ausschreibungen von Kanton, Gemeinden und Privaten. Whistleblower Adam Quadroni brachte das Bündner Baukartell ans Tageslicht. Und bezahlte dies mit dem Ruin seiner eigenen Firma. Der Zürcher Student Natanael Wildermuth wollte helfen und lancierte eine Crowdfunding-Kampagne, die am Sonntag zu Ende geht. Das Ziel von 100'000 Franken wurde dabei deutlich übertroffen.

SRF: Natanael Wildermuth, wie kam es dazu, dass Sie Adam Quadroni helfen wollten?

Natanael Wildermuth: Seine Geschichte hat mich bewegt. Ich habe mit Adam Quadroni persönlich gesprochen und er hat mir offen über alles gesprochen - auch über private Angelegenheiten. Das hat mich dazu bewegt, eine Crowdfunding-Kampagne für ihn zu machen. Es fühlte sich einfach richtig an.

Warum fühlte es sich richtig an für Sie?

Mir geht es um Gerechtigkeit. Ich will auch einmal Bauunternehmer werden und der Gedanke daran, dass auch mir einmal so etwas wiederfahren könnte, ist ein Horrorszenario. Er hat alles verloren: Die Firma, seine Familie. Das hat mich erschüttert.

Mittlerweile sind dank Ihrer Kampagne über 250'000 Franken zusammengekommen. Nun scheint aber auch Quadroni selbst keine weisse Weste zu haben, er soll die Liquiditätsplanung seiner Firma frisiert haben. Stehen Sie trotzdem weiter zu ihrer Aktion?

Mein Motiv hat sich richtig angefühlt. Ich hatte ein gutes Gewissen dabei und das war mir das Wichtigste.

Die ausführliche Reportage von David Vogel über Natanael Wildmermuth finden Sie im Audiofile.

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