Busdepot Deutweg Winterthur: Abbruch-Gesuch abgelehnt

Die Stadt Winterthur hat ein falsches Verfahren gewählt und muss das Gesuch noch einmal einreichen. Aber auch die Interessengemeinschaft, die für den Erhalt des Depots kämpft, erhält vom Baurekursgericht einen Dämpfer: Sie hat zum Verfahren nichts zu sagen. Nun formt sich der Widerstand neu.

Aussenansicht des Busdepot Deutweg in Wintertthur

Bildlegende: Aussenansicht des Busdepot Deutweg in Winterthur zvg

Die Diskussion um den Abbruch des Busdepots Deutweg in der Stadt Winterthur geht in die nächste Runde. Das Baurekursgericht hat das Abbruch-Gesuch der Stadt Winterthur abgelehnt. Und zwar aus formal-juristischen Gründen. Die Stadt habe ein falsches Verfahren gewählt.

Und das Gericht anerkennt die Rekurrenten nicht: die Interessengemeinschaft, die sich für den Erhalt des fast 100-jährigen Gebäudes einsetzt, sei gar nicht legitimiert für einen Rekurs. Deshalb ist das Gericht nicht darauf eingegangen.

Widerstand formiert sich neu

Anstatt als IG würden sich die Nachbarn einzeln zur Wehr setzen, sagt ihr Rechtsvertreter Thomas Stössel. «Sollte die Stadt zum Entscheid kommen, dass das Busdepot nicht unter Schutz gestellt wird, werden die Nachbarn Rekurs gegen das neue Gesuch machen.» Stössel glaubt, dass die Stadt auch mit dem zweiten Gesuch Schiffbruch erleiden wird. Zum einen, weil erst dann die Gutachten geprüft werden, die für eine Schutzwürdigkeit des Objekts sprechen. Zum anderen, weil er sicher ist, dass sich nun auch der Heimatschutz für einen Erhalt des fast 100 Jahre alten Busdepots stark machen wird.

Die Stadt will am Montagnachmittag zum weiteren Vorgehen Stellung nehmen.