«Carlos» bleibt im Gefängnis

Seit gut einer Woche befindet sich der jugendliche Straftäter in einer geschlossenen Anstalt – und muss auch da bleiben. Eine Beschwerde des Anwalts von «Carlos» blieb ohne Erfolg. Dieser zieht den Entscheid nun ans Bundesgericht weiter.

«Carlos» bleibt bis auf weiteres im Gefängnis Limmattal: Das Zürcher Obergericht hat sein Gesuch um aufschiebende Wirkung abgelehnt, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Sein Anwalt wird den Entscheid jedoch beim Bundesgericht anfechten, wie er auf Anfrage des «Regionaljournal» bestätigte.

Der Hintergrund: «Carlos'» Anwalt reichte eine Beschwerde ein, nachdem die Jugendanwaltschaft ihn am vergangenen Freitag in einer geschlossene Anstalt untergebracht hatte. Dies, obwohl sich «Carlos» laut Anwalt in den letzten Monaten an alle Vorgaben gehalten hatte.

Die Jugendanwaltschaft begründete die Inhaftierung zu «Carlos'» eigenem Schutz. Die grosse Medienaufmerksamkeit habe dazu geführt. Diese habe zur Folge gehabt, dass die bisherigen Wohn- und Aufenthaltsorte des jugendlichen Straftäters bekannt geworden seien.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • SVP-Nationalrat Alfred Heer und der grüne Nationalrat Balthasar Glättli.

    Alfred Heer und Balthasar Glättli - Kontroverse um Fall Carlos

    Aus Rendez-vous vom 5.9.2013

    Betreuungskosten von 29'000 Franken pro Monat für einen jugendlichen Straftäter. Die Wut bei vielen ist gross. Was machen Politiker mit dieser Wut, die es nicht nur im Fall Carlos gibt? Gäste im Tagesgespräch bei Susanne Brunner sind die Nationalräte Alfred Heer und Balthasar Glättli.

  • Beschwerde gegen Verlegung von «Carlos» in Gefängnis

    Aus Schweiz aktuell vom 4.9.2013

    Der jugendliche Straftäter «Carlos» erhebt Beschwerde vor dem Zürcher Obergericht gegen seine Verlegung von einem betreuten Wohnprojekt ins Gefängnis Limmattal in Dietikon. Sein Anwalt äusserst sich erstmals zu diesem Fall und übt Kritik am Vorgehen der Behörden.