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Zürich Schaffhausen «Carlos» bleibt im Gefängnis

Seit gut einer Woche befindet sich der jugendliche Straftäter in einer geschlossenen Anstalt – und muss auch da bleiben. Eine Beschwerde des Anwalts von «Carlos» blieb ohne Erfolg. Dieser zieht den Entscheid nun ans Bundesgericht weiter.

«Carlos» bleibt bis auf weiteres im Gefängnis Limmattal: Das Zürcher Obergericht hat sein Gesuch um aufschiebende Wirkung abgelehnt, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Sein Anwalt wird den Entscheid jedoch beim Bundesgericht anfechten, wie er auf Anfrage des «Regionaljournal» bestätigte.

Der Hintergrund: «Carlos'» Anwalt reichte eine Beschwerde ein, nachdem die Jugendanwaltschaft ihn am vergangenen Freitag in einer geschlossene Anstalt untergebracht hatte. Dies, obwohl sich «Carlos» laut Anwalt in den letzten Monaten an alle Vorgaben gehalten hatte.

Die Jugendanwaltschaft begründete die Inhaftierung zu «Carlos'» eigenem Schutz. Die grosse Medienaufmerksamkeit habe dazu geführt. Diese habe zur Folge gehabt, dass die bisherigen Wohn- und Aufenthaltsorte des jugendlichen Straftäters bekannt geworden seien.

17 Kommentare

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  • Kommentar von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
    Stellt diesem Jungen einen grossen Spiegel in seine Zelle, damit er mit sich selber ins Gericht gehen kann. Das erspart ihm den Gang vor das Bundesgericht und uns Steuerzahler viele Kosten.
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    1. Antwort von h. anni, zürich
      Sie hoffen doch nicht etwa, dass dieses Bubi sich im Spiegel als das erkennt, was er wirklich ist? Ich glaube auch nicht, dass er mit einem IQ eines 5-jährigen (habe ich aus direkter Quelle vom ZH Sozialamt) weiss, dass sein Anwalt bis vor Bundesgericht gehen kann (was auch so eine Schweinerei ist). Übrigens hätte ich gerne gewusst, ob selbiger Anwalt die Kosten selbst übernimmt, da sein ach so armer Schützling ja die 70 CHF p/Woche für Armani Deos ausgibt damit der Fischgestank übertönt wird.
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    2. Antwort von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
      @H. Anni: Sie haben Recht. Vermutlich würde er kurzerhand den Spiegel mit Boxen zertrümmern und alle anderen wären dann Schuld daran.
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    3. Antwort von h. anni, zürich
      @Holzhammer Genau, wäre doch schade um den Spiegel, den ja wieder die Steuerzahler finanzieren mussten ;) . Wieso verlangen wir CH Bürger (denn wir sind ja der Chef dieses Landes) eigentlich nicht die detailierte Offenlegung der Ausgaben, wofür und wieviel unsere "Angestellten" das Geld ausgeben/rauswerfen? Bei jedem Betrieb darf der Inhaber in alles Einsicht nehmen, wir nicht. Das müsste geändert werden in unserem Land und zwar dringendst!
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    4. Antwort von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
      @H. Anni: Stimmt. Wenn er sich dabei verletzten würde müssten WIR mit unseren immer höher steigenden Krankenkassenprämien die ganze Sache noch berappen. Es war definitiv keine gute Idee von mir, ich nehme alles zurück.
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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Ungeachtet der hohen Betreuungskosten,über die man durchaus diskutieren kann,muss zur Kenntnis genommen werden,dass hier ein kranker Mensch behandelt wurde.Denn sein Verhalten hat ganz offensichtlich pathologische Züge.Wie aber Krankheit durch die Öffentlichkeit wahrgenommen und akzeptiert wird,kann schon erstaunen.Ist der Kranke körperlich schwach,hilflos und hinfällig,werden keine Mühen,Aufwendungen und Kosten gescheut um ihm zu"helfen".Sogar dann,wenn sei Tod absehbar ist.Kosten,irrelevant?
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Und wer denkt an die Opfer ? - Mag sein, das Carlos ein Kranker ist, dennoch muss man sich an dieser stossenden Geschichte stören, vor allem wenn man an seine Opfer denkt.
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    2. Antwort von A.Käser, Zürich
      @H.Haller/Die Opfer sind ja gerade der Beweis seiner Krankheit.Ohne sie,wäre der Schweregrad seiner Erkrankung nicht so offensichtlich.Sein Verhalten weicht offenbar massiv von einer gesellschaftlich"kompatiblen"Norm ab.Ob dieser"Defekt erworben"wurde,oder "angeboren"ist,muss der Urteilsfähigkeit den für einen solchen Fall zuständigen Fachleuten überlassen werden.Nehme an,dass wie bei einer(chem.)medikamentösen Behandlung auch hier zum Teil neue Wege begangen,getestet und gefunden werden müssen.
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    3. Antwort von Nemo Tenetur, Bern
      @Käser: Sie mögen recht haben, dass dieser junge Mann krank ist. Ich bin auch überzeugt, dass unser Jugendstrafrecht im Grundsatz in die richtige Richtung zielt und dass bei Therapiebedürftigen eine Massnahme ausgesprochen werden sollte. Aber: Wir müssen wirklich aufpassen, dass wir nicht zu Sklaven von Straftätern werden! Das hier ist kein Wunschkonzert. Welches Signal wird denn da an den Jungen vermittelt? Sei renitent und wir gönnen dir jeden Luxus? Das ist nicht der Sinn einer Massnahme.
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  • Kommentar von Kurt E. Müller, Zürich
    Der Skandal ist eigentlich nicht dieser "Carlos", sondern dass Straftäter in der Schweiz derart hohe Kosten verursachen. 40'000.-- Franken für einen einzigen Gestörten in der geschlossenen Psychi, das ist doch wirklich nicht zu glauben. Man sollte einfach jeden renitenten Häftling in Ketten legen, bei Wasser und Brot, wie früher. Wer arbeitet und keine Schwierigkeiten mehr macht bekommt ab und zu ein Stück Servelat.
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