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Zürich Schaffhausen «Carlos»: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Zellen-Bildern

Die Zürcher Behörden wollen herausfinden, wer Fotos der von Carlos zerstörten Gefängniszelle herausgegeben hat. Sie haben wegen Amtsgeheimnisverletzung eine Untersuchung gegen Unbekannt eingeleitet.

Marcel Riesen und Martin Graf hinter vielen Mikrofonen
Legende: Noch mehr Fragen im «Fall Carlos». Die Zürcher Behörden ermitteln, wer Fotos der zerstörten Zelle herausgerückt hat. Keystone

Der Fall «Carlos» beschäftigt weiterhin die Zürcher Justiz: Die Staatsanwaltschaft will herausfinden, wer dem «SonntagsBlick» die Bilder zuspielte, auf denen offenbar von «Carlos» verwüstete Zellen und Gängen zu sehen waren.

Wie die Fotos aus dem Massnahmenzentrum Uitikon (MZU) in einer Redaktion des Ringier-Verlages landeten, ist bis heute unklar. Weil die Bilder aber ohne Wissen des MZU geschossen wurden und nicht hätten herausgegeben werden dürfen, ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen Amtsgeheimnisverletzung.

Eine Sprecherin der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft sagte gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» von Radio SRF, das Verfahren sei am Dienstag aufgenommen worden, die Ermittlungen gegen Unbekannt würden bereits laufen. Man habe so lange zugewartet, weil man abwarten wolle, ob der Vater von «Carlos» selbst Anzeige erstatte.

War es der PR-Berater?

Laut «Neue Zürcher Zeitung» hat der extra für den «Fall Carlos» eingestellte PR-Berater der Oberjugendanwaltschaft die Bilder weitergegeben. Der Berater selbst bestreitet dies jedoch.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin, 8903 Birmensdorf
    Um vor dem riesen Skandal um diesen "Carolos" abzulenken nimmt die unfähige Staatsanwalts nun ein sinnloses Verfahren wegen angeblicher Amtsgeheimnis Verletzung auf. Das Geld des Steuerzahlers ist eh schon hinausgeworfen. "Carlos" durfte Thaiboxen usw. damit er ja nicht mehr kriminell wird. Carlos gehört geschult und dann in eine Lehre und wenn ihm das nicht passt und er kriminell wird, wird er eingesperrt. Es ist zum Ko...... was hier mit diesem Tunichtgut aufgeführt wird.
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  • Kommentar von P Zunger, Basel
    Da sind aber "Hauptdarsteller" in dieser Affäre nicht grad mit viel Klugheit gesegnet: die Sache möglichst flach halten damit sie schnellstens in Vergessenheit gerät, wäre wohl schlauer, wie nun einen kleinen "Informanten" des Dramas amtlich zu suchen. Findet man ihn, wird ihm breite Sympathie gewiss sein, und mit seiner "Bestrafung" wird gleich der nächste Entrüstungssturm entfacht. Viel Gluck ihr Grünen bei den nächsten Wahlen.
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  • Kommentar von Peter Straub, Horgen
    Darf denn der Steuerzahler nicht mehr sehen wohin das Geld fliesst das diesem Schmarotzer zu fliesst. Vielleicht würde schon helfen der einfach Grundsatz "wer nicht arbeiten will braucht auch nichts zu essen" umzusetzen.
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