Comeback eines Spielhallen-Klassikers in Schaffhausen

Flipperkästen gehörten früher zum Inventar jedes Spielsalons. Mittlerweile findet man sie kaum noch. Der Schaffhauser Levente Tregova ist leidenschaftlicher Flipper-Spieler, sammelt und restauriert die Geräte und macht sie Gleichgesinnten zugänglich. Dazu hat er einen eigenen Klub gegründet.

Der 38-jährige Familienvater und Sekundarlehrer Levente Tregova widmet seine ganze Freizeit dem Erhalt der Flipperkästen. Gerade mal ein Hersteller gibt es heute noch auf der Welt. So fing der leidenschaftliche Flipperspieler an, die Geräte zu sammeln. «Bis zu zehn Automaten kamen so pro Jahr zusammen», erzählt Tregova, der sich auch das Wissen für die Reparatur der Flipperkästen aneignete.

Ausbau geplant

Aus Platzmangel suchte er einen Raum, wo er die Geräte aufstellen und anderen Flipperfans zugänglich machen kann. In einem Gewölbe an der Schaffhauser Bachstrasse wurde er fündig. Zurzeit hat Tregova dort 15 Flipperautomaten aufgestellt. Weitere 15 sollen hinzukommen, sobald er einen weiteren Raum des Gewölbes renoviert hat.

Laien messen sich mit Könnern

Nun treffen sich meist freitags und samstags die mittlerweile 17 Mitglieder seines Pinball-Clubs zum Spiel oder Wettkampf. Denn der Club ist der «International Flipper Pinball Association» angeschlossen. Das bedeutet: wer will, kann dort sogar offiziell um Weltranglistenplätze spielen. Tregova selbst gehört zu den Besten und war 2012 gar Europameister im Flippern.

Nur Eintritt wird verlangt, flippern ist gratis

Der Pinball-Club Schaffhausen steht nun nicht nur Vereinsmitgliedern sondern auch Interessierten und Gästen offen. Für einen kleinen Eintritt kann man dort wieder einmal nach Herzenslust flippern, und zwar ohne dass man bei den Geräten nochmals Münz einwerfen müsste. Diese sind nämlich auf Freispiel geschaltet. Immer häufiger wird das Angebot auch für Firmenanlässe und Geburtstagsfeiern genutzt.