Zürcher Forensiker pensioniert «CSI ist Wunschdenken»

Mit Peter Pfefferli geht einer der renommiertesten Forensiker der Schweiz in Pension. Er arbeitete über 30 Jahre bei der Kantonspolizei Zürich.

Krimiserien vermitteln falsches Bild

Ein Team von hübschen Forensikerinnen löst in hypermodernen Arbeitsräumen in Windeseile spektakuläre Kriminalfälle: Dieses Bild vermitteln Krimi-Serien, wie CSI, jeden Tag im Fernsehen. Der Alltag, der sieht allerdings aus. Der 65-jährige Peter Pfefferli arbeitet im dritten Stock des Forensischen Instituts Zürich, in einem ganz normalen Büro.

Mann sitzt im Büro mit Brille

Bildlegende: SRF

Das Mikroskop, das klassische Forensik-Instrument

In Tat und Wahrheit seien die Untersuchungen viel komplexer als in den Krimi-Serien und auch heute noch müsse häufig einfach klassische Handarbeit geleistet werden, zum Beispiel mit dem Mikroskop, sagt Peter Pfefferli.

Im Labor, Mikroskop

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Spuren suchen, sichern und untersuchen

In der Dunkelkammer des Forensischen Instituts können Spuren untersucht werden. Auf diesem Bild prüfen Forensiker im UV-Licht eine Geldkassette. Spuren suchen, sichern und untersuchen, das sei die Hauptaufgabe der Forensiker, erklärt Peter Pfefferli. Selbst ist er nicht mehr häufig an Tatorten anzutreffen, seit er die Leitung des Forensischen Instituts übernommen hat. Das sei aber auch in Ordnung so, er habe in seinem Leben schon genug Tatorte gesehen, so Pfefferli.

Zwei Männer sitzen vor Koffer mit blauer Beleuchtung

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