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Weniger Bürokratie Dank flexibleren Regeln weniger Platznot an Schulen

Stadtzürcher Schulen sollen ihre Räume nach Bedarf umnutzen können, auch ohne Baugesuch. Das fordert der Gemeinderat.

Zweistöckiger «Züri-Modular-Pavillon» in Zürich Wipkingen
Legende: Zurzeit nutzt die Stadt 59 solcher «Züri-Modular-Pavillons», um in den Schulen den akuten Platzbedarf zu decken. zvg Stadt Zürich

Heute sind die Schulen relativ unflexibel, was die Nutzung von Räumen angeht. Aus feuerpolizeilichen oder Gesundheitsschutzgründen müssen die Schulen zum Voraus festlegen, wie sie ihre Räume nutzen wollen. Bei einer Umnutzung ist häufig ein Baugesuch nötig.

Dieses strenge Korsett muss man lockern.
Autor: Isabelle GarciaGemeinderätin GLP

SP und GLP forderten in einem gemeinsamen Vorstoss eine Lockerung dieser Regeln. Unterstützt wurden sie im Stadtparlament von den Grünen, der CVP und der FDP. Die AL enthielt sich der Stimme, sie befürchtete ein Chaos, wenn die strengen Regeln fehlen. «Die Realität ist, dass in ungeheizten Abstellkammern Förderunterricht stattfindet», malte sich Walter Angst die Zukunft aus. Auch die SVP war dagegen, für Stadt und Private hätten die gleichen Regeln zu gelten.

Wir haben Vorschriften und dann hält man sich an die Vorschriften.
Autor: Thomas SchwendenerGemeinderat SVP

Schliesslich setzte sich der Vorstoss mit 90 Ja-Stimmen durch. Der zuständige Stadtrat André Odermatt (SP) gab an, den Vorstoss gerne zu prüfen: «Ich glaube, da gibt es Potential.» Gleichzeitig dämpfte er die Erwartungen: Mit Wundern sei nicht zu rechnen.

Fakten zu den Schülerzahlen

In der Stadt Zürich werden in diesem Schuljahr 31'000 Kinder unterrichtet. In den nächsten sieben Jahren wird diese Zahl laut Berechnungen der Stadt Zürich um 25 Prozent ansteigen. In den Stadtzürcher Schulen herrscht heute schon akute Platznot, die Stadt behilft sich mit Pavillons.