Dank grösserer Schulklassen Klassenlehrer entlasten

Der Kanton Schaffhausen hat zwei Jahre nach dem Streik eine Lösung mit seinen Lehrerinnen und Lehrern gefunden. Der Kanton will die Gemeinden zur Zusammenarbeit bewegen und allenfalls die Anzahl der Lektionen vorschreiben. So kann Geld für Entlastungsstunden freigeschaufelt werden.

Erstklässler mit grossen Schultheks auf dem Pult

Bildlegende: In Zukunft sollen noch ein paar Schülerinnen und Schüler mehr in jedem Schaffhauser Klassenzimmer sitzen. Keystone

Knapp zwei Jahre nach dem Schaffhauser Lehrerstreik hat die Regierung zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern einen Weg gefunden, um die Klassenlehrerinnen zu entlasten. Ein Jahr später als versprochen.

Die Schulklassen im Kanton sollen etwas grösser werden, die verschiedenen Gemeinden vermehrt zusammenarbeiten. So sollen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer entlastet werden ohne dass höhere Kosten anfallen. So schlägt es der Schaffhauser Regierungsrat vor.

«Keine Horrorszenarien mit 40 Kindern pro Klasse!»

Natürlich werde man die Vergrösserung der Klassen um ein bis zwei Kinder spüren, sagt Erziehungsdirektor Christian Amsler im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Er beschwichtigt aber: «Wir reden hier nicht von überfüllten Klassen und Horrorszenarien mit 30 bis 40 Kindern in einem Schulzimmer!» Vielmehr soll der Halbklassen-Unterricht teilweise gestrichen und die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg ausgebaut werden. Der Kanton könnte den Gemeinden auch Vorschriften über die Anzahl Lektionen machen, sagt Amsler.

Der Kantonsrat muss den Vorschlag der Regierung noch absegnen.