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Zürich Schaffhausen «Das geht ohne mich genauso gut, wie mit mir»

Ende Mai tritt er von der politischen Bühne ab: Martin Bornhauser (SP), Stadtpräsident von Uster. 37 Jahre lang war er politisch aktiv, als Gemeinderat, Kantonsrat und Stadtrat. Er blickt auf die letzten acht Jahre als Stadtpräsident von Uster zurück, der drittgrössten Stadt im Kanton Zürich.

Legende: Audio Interview mit Martin Bornhauser (16.5.2014) abspielen. Laufzeit 09:44 Minuten.
09:44 min, aus Regi ZH SH vom 16.05.2014.

Zwei Wochen vor Schluss spürt Martin Bornhauser zwar eine gewisse Wehmut, der Abschied habe aber auch schöne Seiten: «Ich kann jetzt den Rucksack packen für meine Nachfolge: Sachen, die nicht erledigt sind hineinstecken, aber auch Sachen, die gelungen sind.»

Nur in Etappen durch Uster

Das Amt als Stadtpräsident hat Martin Bornhauser von all seinen Tätigkeiten am besten gefallen. «Man trägt die Verantwortung, man ist der Stadtvater und das merkt man, wenn man durch die Stadt läuft.» Von A nach B gehen sei zum Beispiel nicht einfach, überall werde er angesprochen.

Gegen Vorurteile, Uster sei eine Schlafstadt oder eine graue Agglomerationsstadt, wehrt er sich: «Uster muss man entdecken, Uster hat sich entwickelt, ist eine Wohnstadt mit grossem Charme.» Uster biete sehr hohe Wohn- und Lebensqualität, führt Bornhauser weiter aus.

Stadtentwicklung für Nachfolger ist aufgegleist

Die Nähe zu Zürich empfindet er eher als Segen denn als Fluch. «Wenn man nach Zürich will, an eine kulturelle oder eine Sportveranstaltung, ist man in acht Minuten da.» Und meint augenzwinkernd: «Man ist auch in acht Minuten wieder zurück.» Tatsächlich würden immer mehr Leute die Qualitäten Usters entdecken. In Sachen Stadtentwicklung tut sich zudem noch einiges: In Uster soll ein attraktives Stadtzentrum entstehen, denn ein historischer Kern fehlt der Stadt.

Nach seinem Rücktritt wird Martin Bornhauser seine Hobbys aktivieren: Fischen, Fotografieren und mit seiner Frau auf Reisen gehen. Was er nicht will: Sich in die Politik einmischen und kritische Leserbriefe schreiben. Jetzt seien andere am Zug: «Das geht ohne mich genauso gut, wie mit mir.»

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