«Das Gewerbe muss Platz haben in Zürich»

Marco Camin hat immer in Zürich gelebt und immer in Zürich gearbeitet. Als Zahntechniker mit eigenem Labor fühlt er sich dem Gewerbe besonders verbunden. Den Freisinnigen stört, dass er im Wahlkampf stets als Nobody bezeichnet wird. Im Rennen um den frei werdenden Sitz gilt er als Favorit.

Marco Camin vor einem Wahlplakat.

Bildlegende: Stadtratskandidat Marco Camin über sich selber: «Bodenständig, pragmatisch und kumpelhaft.» Keystone

Marco Camin hat ein Zahntechnik-Labor im Zürcher Seefeld-Quartier. Er führt den Betrieb seit über 20 Jahren gemeinsam mit seiner Frau Miriam, die er seit der Gewerbeschule kennt. «Wir waren jung damals, aber wir hatten Erfolg.»

Falls Camin in den Stadtrat gewählt werden sollte, wird seine Frau den Betrieb alleine weiterführen. Schon jetzt - während des Wahlkampfs - übernimmt sie die Verantwortung.

Der 48-Jährige ist überzeugt, dass er als Zahntechniker genug Know-how hat, um einen Sitz im Stadtrat zu übernehmen. Er kann sich vorstellen, in die Fussstapfen des scheidenden Finanzvorstandes zu treten. «Ich bin ein Gewerbler. Und das Gewerbe kann rechnen. Wenn auch nicht in so grossen Dimensionen.» Marco Camin bezeichnet sich selber als bodenständig, pragmatisch und kumpelhaft.

« Ich bin seit Geburt auf Stadtgebiet »

Als Stadtrat möchte er sich für das Unternehmertum einsetzen. Das einheimische Gewerbe liegt ihm am Herzen - nicht zuletzt deshalb, weil er sich selber eine Existenz in der Stadt Zürich aufbauen konnte.

Marco Camin war von 2007 bis 2009 im Gemeinderat der Stadt Zürich und anschliessend bis 2011 im Kantonsrat. Dort hat er sich für Umwelt-Anliegen stark gemacht. Dass Linke ihm vorwerfen, er verstecke die bürgerliche Gesinnung unter einem grünen Mantel, nimmt er gelassen.

Was ihn mehr stört, ist die Tatsache, dass er stets als «unbekannt» bezeichnet wird. Marco Camin relativiert: «Ich kenne nicht viele Stadträte, die vor ihrer Wahl in den Stadtrat sehr bekannt gewesen wären.»