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Obstbauern in Not «Das hat es in 120 Jahren noch nie gegeben»

Die kalten Nächte machen den Zürcher und Schaffhauser Bauern schwer zu schaffen. Die frostigen Temperaturen dürften für die Obst- und Weinbauern verheerende Folgen haben. Viele junge Triebe und Blüten haben die Minustemperaturen nicht überlebt.

Helle Flammen
Legende: Mit Frostkerzen versuchen die Bauern, ihr Obst zu retten. ZVG David Szalatnay

Die Bilanz von Obstbauer Josef Würms aus Ramsen ist verheerend. Bei den Birnen und Kirschen droht ein Totalausfall, bei den Äpfeln sind die Ausfälle sehr gross. «Mit Mutter und Grossvater kann ich auf 120 Jahre Betriebsgeschichte zurückschauen. Das hat es noch nie gegeben, dass es in Ramsen keine Früchte gibt.»

Bei uns hat es noch nie keine Früchte gegeben.
Autor: Josef WürmsBauer

So wie Josef Würms geht es vielen Obstbauern in den Kantonen Schaffhausen und Zürich. Viele Bauern versuchten in der Nacht noch, mit Frostkerzen ihre Pflanzen warm zu halten und so Schlimmeres zu verhindern. Oft vergeblich - es drohen Totalausfälle.

Die Arbeit bleibt, aber der Ertrag fehlt

Die Bauern müssen deshalb auch mit schlimmen wirtschaftlichen Folgen rechnen: «Wenn man keine Früchte ernten kann, dann hat man auch keine Einnahmen», sagt David Szalatnay, Obstspezialist beim landwirtschaftlichen Kompetenzzentrum Strickhof. Ausserdem müssten die Bauern die Obstbäume trotzdem weiter pflegen und schauen, dass sie keine Krankheiten bekommen. Die Arbeit bleibe also die gleiche, es fehle einfach der Ertrag.

Für gewisse Bauern könnte es einen Totalausfall der Ernte geben.
Autor: David SzalatnayObstspezialist Strickhof

Nicht alle Regionen sind gleich stark betroffen. Im Weinland war es beispielsweise kälter als in Eglisau. Urs Pircher ist dort Weinbauer und auch ihm sind Triebe abgefroren. Er hat die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben: «Wenn alles optimal läuft, kann es auch noch ein gutes Jahr werden.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
    Die Bauern müssen auch lernen wie viele andern auch eine Versicherung abzuschliessen, um den grossen Teil eines Verlustes auszugleichen , das bei vielen Versicherungen so. Das die Pflege weiterhin bleibt , müsste eigentlich reichen , zur Ueberzeugung. Ein Bauer lebt schon seit Jahren mit der Natur und es wird so bleiben.
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