Das lange Warten hat ein Ende

Nach jahrelanger Planung können die Bauarbeiten für den Autobahndeckel von Schwamendingen beginnen. Gegen die Baubewilligung sind keine Einsprachen eingegangen, wie das Bundesamt für Strassen meldete. In Schwamendingen ist die Freude gross.

Schon als die Autobahn gebaut wurde, Ende der 70er Jahre, sammelten besorgte Schwamendingerinnen und Schwamendinger Unterschriften, sie forderten einen Deckel für die Autobahn. Sie ahnten wohl, dass viel Lärm und dreckige Luft auf sie zukommen würde: Heute fahren täglich rund 110'000 Autos auf der Autobahn mitten durch Schwamendingen - sechs Mal mehr als am Gotthard.

Vor 30 Jahren legte der Regierungsrat dann erste Pläne für den Autobahndeckel vor dem Schöneichtunnel vor. Vor einem Jahr reichte der Bund schliesslich das konkrete Bauprojekt ein. Da nun keine Einsprachen eingegangen sind, kann mit den Bauarbeiten begonnen werden, teilte das Bundesamt für Strassen mit.

Ein jahrelanger Kampf geht zu Ende

Bei Maja Brunner, langjährige SP-Gemeinderätin und heute Präsidentin des Quartiervereins Schwamendingen, ist die Freude riesig: «Es ist ein gutes Gefühl, dass unser jahrelanger Kampf nun endlich erfolgreich ist.» Sie freut sich, dass die Wohnqualität der Anwohner gesteigert und das verschnittene Quartier wieder verbunden wird.

Schon in wenigen Tagen wird ein erstes Haus abgebrochen, das der sogenannten «Einhausung» der Autobahn weichen muss, erklärte Projektleiter Rolf Eberle dem Regionaljournal Zürich Schaffhausen. Richtig los gehe es dann voraussichtlich 2017. Voraussetzung sei allerdings, dass es auch gegen die Vergabe der Bauarbeiten keine Einsprachen gibt. 2023 soll der Deckel fertig sein.

Schwamendingen soll wieder zusammenwachsen

Geplant ist, die Autobahn A1 auf einer Länge von über einem Kilometer «einzuhausen». Damit sollen die beiden Quartierteile von Schwamendingen, welche durch die Autobahn geteilt wurden, wieder zusammenwachsen. Die Kosten für das Gesamtprojekt betragen knapp 400 Millionen Franken. Die Einhausung allein kostet rund 300 Millionen Franken. Den grössten Teil davon übernimmt der Bund. Der Kanton Zürich bezahlt 73,3 Millionen, die Stadt Zürich rund 57 Millionen Franken an die Einhausung.