Das Postauto ist jetzt auch ein Zug

Die PostAuto Schweiz AG rüstet in der Region Winterthur auf: Dank eines Anhängers sollen die Postautos bis zu 80 Prozent mehr Passagiere befördern können.

Postauto mit einem Anhänger

Bildlegende: Die technischen Voraussetzungen ermöglichen es, dass ein Fahrer den Anhänger alleine an das Postauto kuppeln kann. ZVG

Die Postauto-Linie 615 zwischen Altikon und Attikon wird ganz unterschiedlich genutzt. Tagsüber ist im Postauto genügend Platz, dafür sind die Fahrzeuge zu Stosszeiten am Morgen und am Abend vollgestopft. Deshalb setzt PostAuto neu auf einen Anhänger, den der Chauffeur einfach ans Postauto kuppeln kann.

Mit dem Anhänger erreicht dieser «Bus-Zug» eine Länge von mehr als 21 Metern. Die Sitplatz-Kapazität verdoppelt sich beinahe. Geplant ist, den Anhänger am Morgen und am Abend während je zwei bis drei Stunden mitzuführen.

Ein Modell für andere Linien

Diese Variante sei auch für andere Strecken des Postauto-Netzes in der Region wünschenswert, sagte Markus Hegglin, Leiter PostAuto Region Zürich, dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Zum Beispiel die neue Linie durch den Üetliberg, von Affoltern am Albis zum Bahnhof Enge. Oder im Weinland, die Strecke von Henggart nach Flaach.» Doch zunächst werde genau beobachtet, wie sich der «Bus-Zug» zwischen Attikon und Altikon bewähre.