Das Schauspielhaus will auch kein Lädeli neben sich

Vor über drei Jahren wehrte sich das Zürcher Schauspielhaus erfolgreich gegen eine Filiale des Fastfood-Giganten McDonald's am Pfauen. Nun hätte dort eine Filiale des Lebensmittelhändlers Spar einziehen sollen - aber auch gegen sie hat das Schauspielhaus nun Rekurs eingereicht.

Es geht um das Eckgebäude links neben dem Theatereingang. Dort hätte eigentlich Ende 2015 eine Spar-Express-Filiale eröffnet werden sollen. Ein Sprecher des Schauspielhauses bestätigte auf Anfrage eine Radio 24-Meldung, wonach das Theater gegen das Baugesuch Einsprache erhoben hat. Dabei gehe es um die «Wahrung der eigenen Interessen», heisst es als Begründung. Weiter wollte sich das Schauspielhaus nicht äussern.

Andere verzichten auf Rekurs

Ende 2012 hatte das Schauspielhaus bereits gegen die Baubewilligung für eine McDonald's-Filiale am gleichen Ort rekurriert. Das Theater bezeichnete die Fastfood-Kette als «nicht passend» für den Pfauen und sammelte sogar 6500 Unterschriften gegen die Baupläne. Im Juni 2014 begrub die Fast-Food-Kette ihre Pläne. Die Umnutzung der Liegenschaft habe sich als zu komplex erwiesen.

Damals hatte auch Rolf Pfenninger vom Bistro «My Place» am Pfauen zu den Rekurrenten gehört. Gegen die Sparfiliale habe er aber keinen Rekurs eingelegt, erklärte Pfenninger auf Anfrage des «Regionaljournals»: «Die Anlieferung von McDonald's hätte genau durch unser Boulevardcafé geführt. Ich gehe davon aus, dass dies bei Spar nicht mehr der Fall sein wird.»

Dass das Schauspielhaus erneut einen Nachbarschaftsstreit vom Zaun bricht, führte am Freitagnachmittag bereits zu ersten Reaktionen aus der Zürcher Politik. So twitterte zum Beispiel die Zürcher SP-Nationalrätin Min-Li Marti: