Das Unsichtbare sichtbar machen

Unterirdische Gänge und Bahnhöfe, Zug- und Strassentunnel, Keller und Tiefgaragen: Ohne sich dessen bewusst zu sein, spielt sich das halbe Leben im Untergrund ab. Mit der Ausstellung «Unterirdisch - Das Spektakel des Unsichtbaren» holt das Museum für Gestaltung den Untergrund an die Oberfläche.

Die Ausstellung «Unterirdisch - Das Spektakel des Unsichtbaren» führt den Betrachter nicht in den Untergrund, sondern in sieben Räume, die durch Variationen mit Licht und Dunkel, Enge und Weite eine labyrinthische Atmosphäre erzeugen, jedoch ohne zu verwirren.

Gezeigt werden Modelle, Fotos, Videos und Grafiken bedeutender nationaler und internationaler unterirdischer Bauwerke aus der Gegenwart.

Der tiefste Punkt von Zürich

Da ist zum Beispiel der Untergrund des Zürcher Bahnhofs, den viele von uns kennen, vielleicht sogar täglich durcheilen. Doch die endlosen Verbindungsgänge für Waren- oder andere Transporte kennen nur die Menschen, die dort arbeiten. Oder wer kennt schon den tiefsten Punkt in Zürich? Es ist eine Wasserleitung des Wasserreservoirs Lyren, 125 Meter unter dem Boden, 30 Meter unter dem Seespiegel.

Kurator Andres Janser will mit der Ausstellung das Unsichtbare ans Licht holen: «Von aussen sieht man vielleicht ein Portal und macht sich keine Vorstellung, wie gross der Raum dahinter ist - dies sichtbar zu machen, ist uns wichtig.»