«Dass uns die NZZ verlassen will, ist ein Schock»

Der Entscheid, dass die NZZ-Mediengruppe ihre Druckerei in Schlieren schliessen will und über 100 Angestellte ihre Stelle verlieren, gibt auch im Schlieremer Stadthaus zu reden. «Für mich ein Schock», sagt der Stadtpräsident.

Zwei NZZ-Ausgaben

Bildlegende: Die angekündigte Druckerei-Schliessung wirft ihren Schatten auch ins Schlieremer Stadthaus. Keystone

Er habe die Nachricht auch erst am Dienstag, kurz vor der Öffentlichkeit, erfahren. «Die erste Reaktion: ein Schock», sagt Toni Brühlmann, Stadtpräsident von Schlieren, gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Mit der NZZ drohe eines der bekannten Traditionsunternehmen seiner Stadt zu verschwinden: «Dieser Gedanke ist für mich schwer zu ertragen.»

Kampfmassnahmen möglich

Der Schlieremer Stadtpräsident will deshalb mit der Geschäftsleitung der NZZ-Mediengruppe das Gespräch suchen. Vielleicht gebe es ja doch noch Alternativen zum Schliessungsentscheid. Ein ernstes Wort reden mit den NZZ-Verantwortlichen will auch die Gewerkschaft Syndicom: «Wir akzeptieren das nicht», erklärt Gewerkschaftssprecher Roland Kreuzer. Die Gewerkschaft überlege sich Kampfmassnahmen. Ob solche ergriffen werden, hänge aber vom Ausgang der Gespräche und schliesslich von den Wünschen der Belegschaft ab.

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