Dem Biber auf der Spur im Zürcher Weinland

Sie sind wahre Baumeister, fällen Bäume und stauen Flüsse: Die Biber. Ihre Aktivitäten sorgen bei den Bauern häufig für Ärger. Eine neue kantonale Fachstelle soll in solchen Fällen für Lösungen sorgen, mit denen Bauer und Biber leben können.

Einst waren sie im Kanton Zürich ausgestorben, seit den 90er Jahren verbreitet sich der Biber auch im Kanton Zürich wieder. Mittlerweile gibt es etwa 300 Tiere und sie sind geschützt.

Biberfachstelle eilt zu Hilfe

Oft kommt es zwischen Bauern und Bibern zu Nutzungskonflikten. Staut der Biber zum Beispiel einen Fluss, überschwemmt er das angrenzende Feld des Bauern. In solchen Fällen kann ein Bauer nun die kantonale Biberfachstelle zu Hilfe rufen. Urs Wegmann macht sich dann auf den Weg und sucht an Ort und Stelle nach Lösungen.

Damm zerstören verboten

Dämme einfach ausräumen, ist keine Option: Nur der Kanton kann die Erlaubnis dazu erteilen, denn auch der Lebensraum des Bibers ist geschützt. Zweitens baut der Biber dann gleich wieder einen neuen, oder auch zwei. Das Wichtigste sei, nicht zu lange zuzuwarten, sagt Wegmann: «Der Biber arbeitet sehr schnell und kann rasch hoch stauen.»

Im vorliegenden Fall empfiehlt Urs Wegmann einen Elektrodraht. «Wenn der Biber ihn berührt, zwickt es ihn und er baut den Damm nicht mehr höher.» Ein Kompromiss, mit dem hoffentlich Bauer und Biber leben können.

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NETZ NATUR «Biber: Die Verdammten» (Schweizerdeutsch)

50 min, aus NETZ NATUR vom 16.5.2013

(kerf; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr)