Der Blick ins Atelier von Alberto Giacometti

Das Zürcher Kunsthaus zeigt nicht nur berühmte Skulpturen des bekannten Schweizer Künstlers. In der Ausstellung «Material und Vision» sind vor allem auch aufwändig rekonstruierte Gips-Vorlagen zu sehen. Sie sollen eine ganz neue Sicht auf das Werk von Alberto Giacometti ermöglichen.

weisse Hand aus Gips vor schwarzem Hintergrund

Bildlegende: «La main», einer von 75 kostbaren Gipsen aus dem Nachlass von Alberto Giacometti, der im Kunsthaus zu sehen ist. zvg (Foto: Dominic Büttner, © Succession Alberto Giacometti / 2016 ProLitteris, Zürich)

Vier Jahre lang hat das Zürcher Kunsthaus alte Gipsvorlagen von Alberto Giacometti aufwändig rekonstruiert und restauriert. Nun sind mehr als 250 Exponate zu sehen. Einige stehen locker verteilt in den Ausstellungssälen, andere in kleinen Kammern. Diese sollen das Atelier von Alberto Giacometti imitieren. Die Besucher können ihm quasi durchs Fenster bei seiner Arbeit zusehen.

Die Hauptarbeit für die Rekonstruktion der 75 Gipse hat das Restaurationsteam des Kunsthauses geleistet. Am Anfang standen einige Kisten voller kaputter Gipsfiguren. Diese hat man minuziös untersucht und wieder zusammengesetzt. In der Ausstellung sehen sie nun zum Teil aus wie archäologische Fundstücke. Da ist zum Beispiel ein Hund in zwölf Einzelteilen: abgebrochene Ohren, Schwanz entzwei, Füsse kaputt.

Die Ausstellung «Alberto Giacometti. Material und Vision» soll eine ganz neue Sicht auf Alberto Giacomettis Werke ermöglichen und ist bis am 15. Januar im Kunsthaus Zürich zu sehen.

Material und Vision