Der Erste Weltkrieg hat auch in Zürich seine Spuren hinterlassen

Ein neues Buch der Antiquarischen Gesellschaft Zürich zeigt anhand von Briefen, Tagebüchern und alten Zeitungsberichten auf, welchen Einfluss der Grosse Krieg auf das alltägliche Leben der Zürcherinnen und Zürcher hatte. Es ist eine ergreifende Sammlung.

Regula Schmid von der Antiquarischen Gesellschaft bezeichnet «1914», den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren, als grossen Einschnitt im Alltag der Zürcher Bevölkerung.

«Es kam zu Hamsterkäufen», sagt die Historikerin im Gespräch mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». «Alle lechzten nach Neuigkeiten. Den Zeitungsjungen wurden die Blätter regelrecht aus den Händen gerissen.»

Der Kriegsausbruch hatte aber auch handfeste Konsequenzen: Zahlreiche Geschäfte, auch an der Zürcher Bahnhofstrasse, mussten schliessen, weil das Personal für den Militärdienst eingezogen wurde.

Plakate, Postkarten, Briefe, Tagebücher

Solche und ähnliche Geschichten versammelten Regula Schmid und ihre zwei Mitherausgeber Erika Hebeisen und Peter Niederhäuser im neuen Buch: «Kriegs- und Krisenzeit - Zürich während des Ersten Weltkrieges». Im Buch zu sehen sind unter anderem Plakate, Postkarten sowie Ausschnitte aus Briefen und Tagebüchern aus jener Zeit.

Als «eindrücklich» bezeichnet Regula Schmid, die «unglaubliche Leistung von Privaten - vor allem auch von Frauen - zur Zeit des Ersten Weltkrieges in Zürich und Umgebung».

(frid; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr)