Der Kanton kommt erfahrenen Fachlehrern entgegen

Diese Neuerung im Schulwesen hat hinter den Kulissen für Aufregung gesorgt: Anstelle der Gemeinden wie bislang bezahlt neu der Kanton die Fachlehrerinnen und -lehrer. Seine Anforderungen sind aber höher, Weiterbildungen sind nötig. Bei altgedienten Fachlehrkräften drückt der Kanton aber ein Auge zu.

Ein älterer Turnlehrer vor einer Gruppe.

Bildlegende: Turnlehrer und andere Fachlehrpersonen sind ab nächstem Schuljahr neu beim Kanton angestellt. Themenbild: Keystone

Sie sind Spezialisten in Musik, Turnen oder Zeichnen: Die rund 550 Fachlehrerinnen und -lehrer im Kanton Zürich. Bislang zahlten die Gemeinden deren Lohn, ab nächstem Schuljahr übernimmt das der Kanton.

Ein Drittel hat Lücken

Das Problem: Nicht alle Fachlehrkäfte haben die nötige Ausbildung, die bei kantonalen Lehrpersonen Standard ist. Bei einem Drittel hat es noch Lücken. Das Volksschulamt verlangt von diesen Pädagoginnen und Pädagogen, dass sie sich entsprechend weiterbilden. Tun sie das nicht, droht eine Lohnkürzung. Man gewähre den betroffenen Fachlehrern aber eine Übergangsfrist: «Sie haben drei Jahre Zeit, um die nötigen Module nachzuholen oder zumindest in Angriff zu nehmen», erklärt Martin Wendelspiess gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Nachsichtig bleibt das Volksschulamt gegenüber altgedienten Fachlehrerinnen und -lehrern: Wenn sie eine langjährige Unterrichtspraxis vorzuweisen hätten, erhalten sie laut Wendelspiess eine Art «Amnestie». Das heisst, sie dürfen weiterhin in ihrer Gemeinde bleiben – allerdings nur mit einer Empfehlung der Schulpflege.

(frip; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)