Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen Der künftige Polizeichef der Stadt Zürich ist ein Verkehrssünder

Die Aargauer Polizei hat den künftigen Polizeichef der Stadt Zürich, Daniel Blumer, verzeigt. Er hat auf der Autobahn rechts überholt. Stadtrat Daniel Leupi kritisiert diese Verhalten, hält aber an Daniel Blumer fest.

Legende: Video Vorbelasteter Gesetzeshüter abspielen. Laufzeit 2:41 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 06.03.2013.

Es ist nicht die erste Verkehrssünde von Daniel Blumer. Der künftige Chef der Stadtpolizei Zürich musste bereits vor 24 Jahren seinen Ausweis einen Monat lang abgeben. Er war zu schnell gefahren. Und vor zwei Jahren drückte er erneut zu stark aufs Gaspedal und wurde dafür verwarnt.

Der designierte Chef der Zürcher Stadtpolizei Daniel Blumer.
Legende: Soll ab Sommer die Zürcher Stadtpolizei leiten: Daniel Blumer. Keystone

Fahrzeugausweis weg?

Jetzt kommt ein weiteres Fehlverhalten hinzu: Am 28. Februar fuhr Daniel Blumer auf der A1 auf der mittleren Spur und überholte einen Lastwagen, der auf der linken Spur unterwegs war. Blumer wurde deswegen von der Aargauer Polizei verzeigt. Ihm droht der Entzug des Fahrausweises.

Keine Freude bei Stadtrat Leupi

Blumer, der seinen Posten als Kommandant Anfang Juni antreten soll, hat den Zürcher Polizeivorsteher Daniel Leupi über den aktuellen Vorfall informiert: 

Ich bedauere mein Verhalten. Ich bin mir bewusst, dass ich damit meiner Vorbildfunktion nicht gerecht wurde.

Er sei auch nur ein Mensch, sagt Blumer.

Daniel Leupi ist nicht glücklich über das Verhalten seines künftigen Polizeichefs. Er missbillige die Vorkommnisse, sagt er. Dennoch hält er an Daniel Blumer fest und spricht im sein Vertrauen aus.

Wegen seiner ausgewiesenen Führungserfahrung als Polizeikommandant und der Fachkenntnisse sei er nach wie vor als Kommandant geeignet.

Blumer ist seit 2006 Kommandant der Polizei Basel-Landschaft. Zuvor leitete er die Berner Stadtpolizei.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Facchin Fabrizio, Mollis
    Es hat in der Schweiz hunderttausende Lehrer, Dozenten, Ärzte, Politiker, Militärs, Erzieher, Chauffeure, Polizisten, Amtsvorsteher, Verantwortliche. Und sie alle müssen Vorbilder sein? Das wird teuer! Sie können nicht leben und Vorbilder sein. Wollen wir Fehlerfreie über uns, bezahlen wir den Preis der neuen Selektion. Ist jemand mit 56 nicht angreifbar, hat er alle menschlichen Klippen umschifft. Dann fuhr er ein Leben lang mit Blick auf der "Tachoscheibe". Und so einen will ich nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fabrizio Facchin, Mollis
    Mit 56 drei Fehler im Strassenverkehr gemacht. Ist jemand mit 56 nicht angreifbar, hat er alle menschlichen Klippen umschifft. Dann war seine Energie 100% beim einhalten aller möglicher sozialen Regeln. Konnte er da noch leben, Mensch werden? Heute Menschen lieben und führen? Jemand der er ein Leben lang mit Blick auf der Tachoscheibe gefahren ist? Und so einen Mister Perfect will ich nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von S.Schaltegger, Zürich
    Bereits sein Verschweigen gegenüber seinem künftigen Arbeitgeber disqualifiziert ihn fraglos für den besonderen Posten. Nur ein freiwilliger Rücktritt nach Auffliegen seines eventualvorsätzlichen "Schwindelns" hätte den Ruf dieses "sans papiers" (so genannt von seinen heutigen Untgebenen...) retten können; - die Rettung für die Qualifikation Leupis selbst wäre die sofortige Trennung gewesen: Beides ist unterblieben - zum Schaden Aller - besonder s der stadtzürcher Steuerzahler und Wäh...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen