Der letzte Schrei im Schulhausbau

Das als «Luxusprojekt» kritisierte Schulhaus Blumenfeld wird günstiger als ursprünglich berechnet. Der Betonbau mit eigener Solaranlage und Wärmesonde bietet Platz für über 400 Schülerinnen und Schüler.

Bauarbeiter erledigen am Schulhaus Blumenfeld die letzten Arbeiten. Bereits in wenigen Wochen werden die Zimmer eingerichtet, ehe dann nach den Sommerferien die ersten Schülerinnen und Schüler Leben in die Betonwände bringen.

Das Schulhaus Blumenfeld bietet Platz für rund 440 Primarschülerinnen und Kindergärtner. Es ist der modernste Schulhausbau der Stadt Zürich. Hier sollen flexible Lern- und Unterrichtsmethoden möglich sein, zudem erfüllt es die Vorgaben für die Erreichung der 2000-Watt-Gesellschaft. Unter anderem wurden dazu 35 Erdwärmesonden gebohrt, eine Solaranlage auf dem Dach montiert und eine hocheffiziente LED-Beleuchtung ausgewählt.

Knapp 13 Millionen gespart

Statt wie anfangs geplant 70 Millionen Franken, kostet der Bau des Schulhauses Blumenfeld in Zürich-Affoltern letztendlich nur noch 57 Millionen Franken. Einerseits war die Altlastensanierung mit weniger Aufwand verbunden als erwartet. Andererseits hätten zahlreiche Aufträge an Handwerker und Bautechniker günstiger vergeben werden können, so Stadtrat André Odermatt.

Im Vorfeld wurde das Bauvorhaben als «Luxusprojekt» kritisiert und führte dazu, dass man im Hochbaudepartement vermehrt die Kosten für städtische Bauten hinterfragt.