«Der Spatz soll weiter fliegen»

Im Januar musste der Zelt-Hersteller Spatz Konkurs anmelden - nach 80 Jahren. Nun gibt es einen Lichtblick für die Liebhaber der robusten Zelte: Die Manufaktur ist gerettet. Von den Angestellten kann jedoch nur ein kleiner Teil bleiben.

Ein Spatz-Zelt

Bildlegende: Wer in der Pfadi oder Cevi war, der kennt sie nur zu gut: die Spatz-Zelte. zvg

«Ich bin sozusagen in einem Spatz-Zelt aufgewachsen», sagt Olivier Lüthold, Verwaltungsratspräsident der frisch gegründeten Spatz Zelt und Reparatur AG. Als er vom Konkurs des Zeltherstellers gehört habe, sei für ihn deshalb klar gewesen: Der Spatz muss gerettet werden. «Normalerweise baue ich junge Unternehmen auf. Dass eine derartige Marke einfach verloren geht, konnten wir nicht zulassen.»

Traditionszelte und Reparaturservice

Olivier Lüthold und sein Team haben deshalb die Spatz-Manufaktur aus der Konkursmasse ersteigert. Sie wollen sich auf traditionelle und innovative Baumwoll-Zelte mit 10-jähriger Garantie konzentrieren. Im Angebot bleiben die Spatz-Zelte und Schlafsäcke, Sonderanfertigungen, Sonnensegel, Bootsblachen und der Spatz-Reparaturservice.

Die Spatz-Zelte werden künftig in der Segelklinik Wädenswil hergestellt, geflickt und verkauft. Der Online-Shop wird gemeinsam mit dem Outdoor-Geschäft Transa betrieben. Die Marke Spatz bleibt also erhalten, von den 20 Angestellten können jedoch nur drei ihren Job behalten.