Der Spielplatz: ein Ort der Subversion und der Kunst

Der Spielplatz ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts – ein besonderes Stück öffentlicher Raum. In ihm zeigen sich Vorstellungen von Erziehung und Kindheit aber auch von Stadtplanung, Architektur und Kunst. In «The Playground Project» rollt die Kunsthalle Zürich seine Geschichte auf.

Stapel mit Autoreifen. Aus einem schaut der Kopf eines Jungen, im Hintergrund eine Reihe brauner Blechfässer.

Bildlegende: Ein Abenteuerspielplatz der französische «Group Ludic» in Chalons-sur-Saône. Xavier de la Salle

Entstanden ist der Spielplatz in den wachsenden Städten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sozialreformer wollten die Kinder damit von der Strasse holen und ihnen sichere Spielorte eröffnen.

Von uniform zu chaotisch

In den 1930er Jahren wurden die Spielplätze auch zu Orten der Kreativität, die von Architekten und Künstlern gestaltet wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden rund um den Globus Abenteuerspielplätze. Aber auch in dieser Zeit des «Do-it-yourself» gestalteten Künstler die Spielplätze mit.

Die Ausstellung «The Playground Project» rollt die Geschichte des Spielplatzes mit Filmen, Fotografien und Spielskulpturen auf und lädt Kinder auch zum Spielen ein. Konzipiert wurde sie von der Schweizer Stadtplanerin Gabriela Burkhalter. Sie zeigt den Spielplatz als besonderen öffentlichen Raum und gesellschaftliches Experimentierfeld.