Der Streit um den Flugplatz Dübendorf

Auf dem Militärflugplatz Dübendorf soll neben einem Innovationspark künftig ein ziviler Flugplatz betrieben werden. Trotz dieses Vorentscheides wird um eines der begehrtesten Areale der Schweiz auch 2015 gekämpft. Obwohl der Bund das alleinige Sagen hat.

Video «Streit um Flugplatz Dübendorf» abspielen

Streit um Flugplatz Dübendorf

5:20 min, aus Schweiz aktuell vom 9.1.2015

Das Areal des heutigen Militärflugplatzes Dübendorf ist die grösste Landreserve im Kanton Zürich: 230 Hektaren oder etwa 400 Fussballfelder gross. Um dieses Land wird eifrig gekämpft. Begehrlichkeiten kommen von Kanton, Anrainer-Gemeinden, Anwohnern und allerlei Verbänden. Entscheiden kann jedoch der Bund. Und dieser will etwa einen Drittel des Landes für einen Innovationspark zur Verfügung stellen. Eine Helikopterbasis soll bestehen bleiben, daneben will der Bund einen neuen zivilen Flugplatz für die Geschäftsfliegerei etablieren.

Widerstand von allen Seiten

Der Zürcher Regierungsrat hat gar keine Freude an diesen Plänen, schickt sich jedoch in sein Schicksal und spielt auf Zeit, wie Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker im Interview mit «Schweiz aktuell» sagt. Lothar Ziörjen, Dübendorfer Stadtpräsident, gibt sich kämpferischer. Er wolle, wenn nötig, bis vor Bundesgericht gehen.

Im Zürcher Kantonsrat sind die Meinungen geteilt. Die SVP-Fraktion begrüsst die zivile Aviatik in Dübendorf, könnte jedoch getrost auf den Innovationspark verzichten. Die SP sieht viel Entwicklungspotential im Innovationspark, will dagegen die Fliegerei verhindern. Einige Fraktionsmitglieder sind gar gewillt, den Innovationspark zu blockieren, sollte die Business-Fliegerei kommen. Nichts desto trotz, das letzte Wort hat der Bund.

(Schweiz aktuell, 19:00 Uhr)