Aufatmen bei Zurich? Der Versicherungskonzern beerdigt den grossen Stellenabbau

Das Ziel wurde vor seinem Amtsantritt ausgegeben: Zurich-Chef Mario Greco will keine 8000 Arbeitsplätze streichen.

Portrait von Mario Greco, Chef der Versicherung Zurich.

Bildlegende: Zurich-Chef Mario Greco will die Streichung von 8000 Stellen verhindern. Keystone

Das Ziel zur Streichung von 8000 Arbeitsstellen existiere nicht mehr, sagte der Chef des Versicherungskonzerns Zurich, Mario Greco, heute an einer Telefonkonferenz. Er beerdigt damit ein Ziel des Konzerns, das vor seinem Amtsantritt ausgegeben wurde. «Das war nie Teil unserer strategischen Ziele», sagte der Konzernchef weiter. Man schaue alle Kostenebenen an, habe aber keine spezifischen Zahlen für den Personalbestand oder einen Personalabbau.

1,5 Milliarden Franken einsparen – Ein Drittel ist geschafft

Der grosse Stellenabbau bei der Zurich Versicherung war im Februar 2016 angekündigt worden. Nach einem Gewinneinbruch hatte Verwaltungsratspräsident Tom de Swaan verkündet, das Unternehmen müsse 8000 der damals rund 55'000 Stellen streichen. Greco selber hatte nach seiner Amtsübernahme einen Monat später dieses Ziel jedoch nicht mehr bestätigt.

Greco verkündete im letzten November lediglich, die Kosten um 1,5 Milliarden Dollar bis 2019 senken zu wollen. Davon habe man bis Ende Juni 2017 nun 550 Millionen erreicht. Kosten gesenkt habe man am Hauptsitz, bei der IT und bei Verträgen mit Lieferanten. Und der Konzern mache auch weiter Fortschritte, sagte Greco: «In relativ kurzer Zeit haben wir schon mehr als ein Drittel des Ziels erreicht. Das ist gut. Damit sind wir zufrieden.»

Zurich im ersten Halbjahr 2017

Reingewinn Zurich
1,5 Milliarden Dollar
Betriebsgewinn Zurich
2,17 Milliarden Dollar
Bruttoprämien und Policengebühren
18 Milliarden Dollar
Betriebsgewinn Lebensversicherungsgeschäft
650 Millionen Dollar
Betriebsgewinn US-Versicherer Farmers
794 Millionen Dollar