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Zürich Schaffhausen «Die Durchmesserlinie in Zürich bringt der ganzen Schweiz etwas»

Fast sieben Jahre nach dem Spatenstich wird am Donnerstag die Durchmesserlinie in Zürich feierlich eröffnet. Bahnexperte Ulrich Weidmann ist überzeugt: Die zwei Milliarden Franken, welche Bund und Kanton für die Durchmesserlinie ausgegeben haben, sind gut investiertes Geld.

Bis Mitte der 90er Jahre herrschte die Meinung vor, dass der bisherige Ausbau des Hauptbahnhofs Zürich für die nächsten Jahrzehnte genügt. Bald war jedoch klar: Für die immer stärker wachsenden Pendlerströme ist der Hauptbahnhof immer noch zu klein. So entstand das Projekt für den zweiten unterirdischen Durchgangsbahnhof mit einem Tunnel bis nach Oerlikon.

Nach der Gold- profitiert nun auch die Pfnüselküste

Dies bringe nun einerseits dem linken Zürichseeufer ähnliche Verbesserungen wie 1990 der Goldküste, sagt ETH-Professor und Eisenbahnexperte Ulrich Weidmann: «Was in der Ost-West-Richtung 1990 realisiert wurde, geschieht jetzt in einer ähnlichen Art auch mit der Nord-Süd-Achse. Das wird jetzt sehr viel effizienter und attraktiver.»

Obwohl die neue Verbindung nicht mehr denselben Quantensprung darstellt wie noch der erste Tiefbahnhof und der Tunnel durch den Zürichberg, ist Ulrich Weidmann überzeugt, dass die zwei Milliarden Franken, welche Bund und Kanton für die Durchmesserlinie ausgegeben haben, gut investiertes Geld sind. «Die Durchmesserlinie bringt nicht nur Zürich etwas, sondern der ganzen Schweiz.»

Investition in die Zukunft

In eineinhalb Jahren werden nämlich auch die Intercity-Züge von der Ostschweiz nach Genf die neue Durchmesserlinie nutzen. Der grösste Bahnhof der Schweiz wird dann noch leistungsfähiger. «Insofern ist es eine sehr lohnende Investition für die Zukunft», sagt Weidmann weiter. Vor allem, wenn weitere Flaschenhälse beseitigt sind, wie Richtung Olten oder Winterthur, werde der ganze Wert der Anlage genutzt werden können.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Schär, Aesch BL
    Kann es sei, dass Herr Weidmann über einen Tunnelblick verfügt? Die Durchmesserlinie hat keinerlei Einfluss auf den S-Bahn-Verkehr anderer Städte. Die Aussage, dass die Durchmesserlinie einen Einfluss auf die restliche Schweiz hat, kann aus den Regionen nicht nachvollzogen werden. Vielmehr sollten die Hauptverkehrsachsen ausgebaut werden, so z.B. die Nord-Süd-Achse. Nochmals, wer interessiert sich denn überhaupt für die Ost-West-Achse?
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  • Kommentar von Heiri Matter, Füllinsdorf
    Wie wäre es, wenn der Bund auch mal in Basel Geld ausgeben würde für Infrastrukturprojekte, beispielsweise für einen Bahnanschluss an den Euroairport oder die Durchmesserlinie Bhf SBB-Badischer Bhf oder den Innovationspark, das würde auch der ganzen Schweiz was bringen. Aber Leuthardt schiebt den Zwist mit den Franzosen voran, damit Basel weiterhin stiefmütterlich behandelt werden kann.
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    1. Antwort von Thomas Berli, St. Gallen
      Ein Grossteil der Kosten der Durchmesserlinie hat der Kanton Zürich selber übernommen und für die Bundesbeiträge mussten die Zürcher dem Bund ein Zinsloses Darlehen erstellen. Es ist also bei weitem nicht so, dass der Bund die Zürcher bevorzugt!
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