Die erste «Regi»-Sendung: Am Anfang war das Chaos

Die erste Ausstrahlung des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen» vom 23. November 1978 ging in die Hose: Wegen eines technischen Fehlers war am Sender bloss eine Kakophonie zu hören. Der damalige Moderator Stefan Tabacznik erinnert sich an die Anfänge des «Regi».

Ein Jahr lang hatten die Radiomacherinnen und Radiomacher den grossen Tag vorbereitet – und dann das. Als die Regionaljournale erstmals ausgestrahlt wurden, vergassen die PTT, die Sendeleitungen zu trennen.

Drei Regionaljournale, darunter auch das «Regionaljournal Zürich Schaffhausen», und das Basisprogramm gingen gleichzeitig über den Sender – eine Kakophonie von Stimmen und Klängen.

Erst am zweiten Abend lief dann alles wie geplant. Hauptthema dieser Sendung war freilich die Panne vom Vortag. Moderator Stefan Tabacznik erklärte den Hörerinnen und Hörern, was geschehen war, und «Regi»-Leiter Hanspeter Meng konnte endlich ausführen, wozu das neue Gefäss gedacht war.

Im Gespräch und anhand von Archivtönen erinnert sich Stefan Tabacznik – später langjähriger Tagesschau-Moderator beim Schweizer Fernsehen – an die Vorbereitungen für die neue Sendung, ans Debakel der Erstausstrahlung und an die Pioniertaten der frühen «Regi»-Macherinnen und -Macher. In den grossen Biblioteken der Schweiz stehen die Archiv-Töne des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen» neuerdings der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die «Regionaljournal»-Archivserie

Der Verein Memoriav

Das Logo des Vereins Memoriav

Der Verein Memoriav setzt sich für die Erhaltung des audiovisuellen Erbes der Schweiz ein. Seit seiner Gründung 1995 hat er knapp eine halbe Million audiovisueller Dokumente öffentlich zugänglich gemacht. Der Verein wird zu grossen Teilen von der Schweizerischen Eidgenossenschaft finanziert.