Zum Inhalt springen
Inhalt

Zürich Schaffhausen Die Fallpauschalen reichen nicht aus

Die Fallpauschalen decken nicht einmal die Betriebskosten eines Spitals. Geld für Ausbildung und Investitionen bleibe keines übrig. Dies die Bilanz des Spital-Verbandes nach einem Jahr mit der neuen Spitalfinanzierung.

Eine Herztransplantation am Kinderspital Zürich.
Legende: Wie viel Geld erhält ein Spital für eine Herztransplantation? Die Diskussion um die Höhe der Fallpauschalen geht weiter. Keystone

Seit Anfang 2012 gilt im Kanton Zürich das neue Spitalgesetz. Das bedeutet eine neue Finanzierung der Spitäler. Der Kanton bezahlt nicht mehr den effektiven Aufwand für eine Behandlung, sondern eine Pauschale.

Ein Jahr nach Einführung dieser Fallpauschalen zeigt sich: Befürchtungen, dass Patienten deswegen schlechter behandelt würden, haben sich nicht bewahrheitet. Rolf Gilgen, Präsident des Verbandes Zürcher Krankenhäuser, betont gegenüber dem Regionaljournal, dass die Qualität gleich hoch geblieben sei. Blutige Entlassungen habe es keine gegeben.

Wie hoch soll eine Fallpauschale sein?

Das grosse Problem bleibe jedoch die Höhe der Fallpauschale, sagt Gilgen. «Die Fallpauschale reicht nicht einmal richtig, um die Betriebskosten zu decken. Das Geld muss jedoch auch für Investitionen und Innovationen reichen.» Heute würden die Patientinnen und Patienten davon zwar noch nichts merken.

Wir bekommen für die Zukunft jedoch ein Versorgungsproblem,

sagt Rolf Gilgen. Zurzeit sind die Fallpauschalen noch provisorisch festgelegt. Der Kanton Zürich hat sie eigenhändig verfügt, weil sich Spitäler und Krankenkassen nicht einigen konnten. Anfang 2013 sollen jedoch die definitiven Tarife feststehen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.