Die FIFA will ihr Museum beim Bahnhof Enge bauen

Der Weltfussballverband FIFA baut nicht wie geplant ein Museum am Zürichberg, sondern mitten in der Stadt Zürich. FIFA-Präsident Sepp Blatter will bis 2015 am Tessinerplatz den Engi-Märt umbauen. Grund für die Neuausrichtung sei die Verkehrsanbindung.

Sepp Blatter legt einen symbolischen Stein für das FIFA-Museum.

Bildlegende: Beinahe Baubeginn: Sepp Blatter gibt den symbolischen Startschuss zum Umbau. Keystone

Es soll nicht nur ein FIFA-Museum sein, sondern ein Sportmuseum, schwärmte FIFA-Präsident Sepp Blatter an der Medienkonferenz. Und es soll kein Museum am Zürichberg geben, sondern eines mitten in der Stadt. Die FIFA plant einen Umbau des Hauses zur Enge gleich neben dem Bahnhof Enge.

Dass die FIFA nicht auf der grünen Wiese, sondern im Stadtzentrum baut, hat verschiedene Gründe. Unter anderem machte die Kulturlandinitiative den Bauvorhaben auf dem Zürichberg einen Strich durch die Rechnung. Hinzu kamen absehbare Probleme mit dem Verkehr.

Museum, Wohnungen und Büros im selben Gebäude

300'000 Besucher sollen das Museum jährlich durchwandern, das auf vier Stockwerken verteilt ist. Zwei Stockwerke befinden sich im Untergrund, zwei gleich über der Erde. Das Museum füllt jedoch nicht das gesamte Haus zur Enge aus. Platz soll es auch für Wohnungen und Büroräume geben. Die Eigentümerin der Liegenschaft, die Swiss Life, hat dafür noch keine Mieterschaft gefunden. Für den Umbau zuständig ist der Architekt Sacha Menz von der SAM Architekten und Partner AG.

Die FIFA hat das Gebäude am Tessinerplatz in Zürich für 40 Jahre gemietet. Derzeit wartet sie noch auf eine Baubewilligung sowie auf eine Bewilligung für die Umnutzung von der Stadt Zürich. Das neue Museum soll im Frühjahr 2015 eröffnet werden.