Kostüm-Kunstwerke Die Frau, die Zürcher Schauspieler anzieht

Opulent, farbig, schrill. So sind die Kostüme von Victoria Behr.

Eine Gruppe von Läuten mit bunten Kostümen, gleben, weissen und violetten Haaren.

Bildlegende: «Grimmige Märchen»: Wer findet Frau Holle, wer das Rotkäppchen? Schauspielhaus/Tanja Dorendorf

«Wir wollen die Übertreibung und die Überforderung. Das Publikum soll denken: Damit kann der Schauspieler stehen, aber nicht drei Meter weit gehen und schon gar nicht Trampolin springen», sagt Kostümbildnerin Victoria Behr.

Ein Mann in rotem Teufelskostüm

Bildlegende: «Der Freischütz» im Zürcher Opernhaus. Opernhaus/Hans Jörg Michel

Victoria Behr entwirft die Kostüme, genäht werden sie von den Theaterschneiderinnen. Victoria Behr nennt sie Künstlerinnen. «Sie arbeiten mit Liebe und Hingabe und machen aus den Kostümen kleine Kunstwerke.»

Vier Schauspieler in bunten Kostümen, mit weisser Schminke und roten umrandeten Augen.

Bildlegende: «Grimmige Märchen» im Zürcher Schauspielhaus. Schauspielhaus/Tanja Dorendorf

«Das Schauspielhaus und das Opernhaus haben einen tollen Fundus an Materialien, richtige Schätze», lobt Victoria Behr. Ihre Lieblingsmaterialien sind Tüll und Organza und neuerdings auch Samt.

Eine Frau in einem orangen Kleid, knielang, ausgestellt - mit orangen Haaren.

Bildlegende: «Der Freischütz» im Zürcher Opernhaus. Opernhaus/Hans Jörg Michel

Kostüme entwerfen für Sängerinnen und Schauspieler ist keine einfache Aufgabe. Etwa bei Lise Davidsen, die im Opernhaus die Agathe sang.

Eine Frau in einem weissen Kleid mit Blumenkranz um den Kopf

Bildlegende: Lise Davidsen als Agathe im «Freischütz». Opernhaus/Hans Jörg Michel

«Lise ist fast zwei Meter gross», erklärt Victoria Behr, «eine echte Herausforderung.» Die Kostümbildnerin wählte den Weg der Übertreibung, machte das Kleid noch grösser. «Am Schluss war es fast so gross wie ein Kleinwagen.»