Die Grenzen des Fussballjubels

Die Fussball-WM findet im fernen Brasilien statt. Doch lautstark gefeiert wird auch in der Nachbarswohnung oder im Restaurant gegenüber. Aber wie lange und wie laut dürfen die Fans feiern, bis die Polizei einschreitet?

Ein schwarzes Auto steht inmitten eines Meers aus Schweizerfahnen.

Bildlegende: Hupen bis die Ohren bluten: Auch während dieser WM werden an der Langstrasse Autokorsos zu sehen und zu hören sein. Keystone

Die Autos reihen sich aneinander, im Schritttempo rollen sie hupend die Strasse entlang, aus jedem Fenster hängt eine Flagge. Nach Siegen an der WM feiern die Fans jeweils ausgelassen ihre Helden.

Für die anstehende Weltmeisterschaft hat die Schaffhauser Polizei die Spielregeln bekannt gegeben. Sprecher Patrick Caprez gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Wir wollen keine Spielverderber sein. Aber es gibt auch Leute, die sich nicht für Fussball interessieren und am nächsten Morgen wieder früh arbeiten gehen müssen.» Deshalb toleriert die Polizei in Schaffhausen «einen gewissen Lärm bis eine Stunde nach Spielschluss». Spätestens um Mitternacht müsse jedoch wieder Ruhe einkehren.

In Winterthur zehn Minuten weniger

Ähnliches gilt für Winterthur, bestätigt Peter Gull, Sprecher der Stadtpolizei. Zur Erlaubnis für Restaurants und Bars, die Partien zu übertragen, sagt er: «Bis Mitternacht dürfen die Spiele im Freien gezeigt werden, danach nur noch in geschlossenen Räumen.» Und jubeln darf man in Winterthur zehn Minuten weniger als in Schaffhausen. Spätestens fünfzig Minuten nach Abpfiff müssten sich die Fans wieder beruhigen.

In Zürich wird vor allem um die Langstrasse mit einem grossen Fanaufkommen nach den Spielen gerechnet. Judith Hödl, Sprecherin der Stadtpolizei, schaut aber relativ entspannt auf den Beginn der WM: «Während den letzten Turnieren wurde sehr friedlich und fröhlich gefeiert, es war ein grosses Fest. Das wünscht man sich auch wieder für diese Weltmeisterschaft.»