«Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos»

Die Fabrikschliessung von Sulzer in Oberwinterthur ist nur die jüngste der schlechten Nachrichten aus der Zürcher Industrie. Trotzdem will Max Fritz vom Zürcher Industrie-Arbeitgeberverband nicht schwarz malen. Er glaubt, dass sich die Industrie erholen wird.

Man habe mit dem Stellenabbau bei Sulzer (siehe rechts) rechnen müssen, sagt Max Fritz als «Regionaljournal»-Wochengast. Wie bei vielen anderen Industrie-Unternehmen im Raum Zürich mache Sulzer der starke Franken zu schaffen: «Seit dem Entscheid der Nationalbank haben die meisten, die für den Export produzieren, das Problem, dass sie nicht mehr genug verdienen.»

Deshalb werde es in nächster Zeit noch weitere, ähnliche Meldungen geben, glaubt Max Fritz. «Gefährdet sind vor allem Stellen für wenig anspruchsvolle, manuelle Tätigkeiten. Diese Berufe werden eher ausgelagert, weil in der Schweiz das Lohnniveau zu hoch ist.»

Wichtige Innovationen

Aber er mache sich nicht ernsthaft Sorgen um den Werkplatz Schweiz, erklärt der Geschäftsführer der Vereinigung Zürcherischer Arbeitgeberverbände der Industrie weiter. Erstens brauche es einen starken Werkplatz, damit es auch der Dienstleistungsbranche gut gehe. Und ausserdem könne die Schweizer Industrie im Ausland mit vielen Innovationen punkten. Deshalb sagt Max Fritz: «Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos.»

(Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)