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Kunst und Schatten für Zürich Die nächste Schattenaktion der Stadt

Zürichs Schattenminister Filippo Leutenegger tritt wieder in Aktion und präsentiert auf dem Münsterhof vier Sonnensegel.

Hoffentlich halten sie besser als die Sonnenschirme auf dem Sechseläutenplatz, denken wohl viele, die die neue Kunstaktion auf dem Münsterplatz bestaunen. Vier grossformatige Sonnensegel sind quer über den Platz gespannt und nehmen die geometrischen Muster der Pflästerung des Platzes auf. Gespannt wurden sie auf einer Höhe von zehn bis zwölf Metern. Zum Kunstwerk gehöre auch eine runde Liegebank.

Kunstinstallation soll den Platz aufmöbeln

Stadtrat Filippo Leutenegger zeigte sich – nach den Sonnenschirmen – auch von diesem Ensemble begeistert: «Der Münsterhof wird dadurch zu einem interessanten Platz, die Aufenthaltsqualität nimmt zu.» Ihm liege am Herzen, dass die Geschäftsleute am Platz sähen, dass die Stadt etwas unternehme. Denn nachdem der Münsterhof autofrei geworden sei, hätten die Geschäfte einen Umsatzrückgang beklagt.

Die Stadt lässt es sich etwas kosten

Das Kunstwerk heisst «Black and White Circles in the Sky.», gestaltet hat es die Waadtländer Künstlerin Claudia Comte. Es kostet 90'000 Franken und bleibt bis zum 19. September. Angesprochen auf die Kosten meint Leutenegger, dass sich die Stadt Kunst grundsätzlich etwas kosten lasse. Jedes Jahr gebe sie dafür rund 100 Millionen Franken aus. «Es ist ja auch etwas zum Geniessen.» Wenn man den Platz ansehe und die Fantasie, die sich durch die Installation entwickle, sei der Betrag gerechtfertigt.

Manchmal geht halt etwas in die Hose. Das ist nicht so tragisch.
Autor: Filippo LeuteneggerVorsteher Zürcher Tiefbauamt

Zusammen mit einem Ingenieurbüro hat die Stadt dafür gesorgt, dass die Sonnensegel nicht vom Winde verweht werden. Sollten sie trotzdem floppen, bereitet dies Filippo Leutenegger keine Kopfschmerzen. Seine Glaubwürdigkeit als Stadtrat würde nicht leiden, ist er überzeugt: «Ich habe schon viele Dinge gemacht in meinem Leben. Manchmal geht halt etwas in die Hose. Das gibt es im Leben, ist aber nicht so tragisch.»

Von Schatten und Pleiten

Erst vor kurzem hat Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger am Sechseläutenplatz 20 Schirme als Schattenspender aufgestellt. Nach wenigen Tagen mussten sie wieder demontiert werden; sie hielten bereits schwachem Wind nicht stand. Die Stadt will den Kauf der 40'000 Franken teuren Schirme rückgängig machen.

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