Die Regenfront bringt etwas Entspannung für die Aesche

In den letzten Tagen wurde es im Rhein für die Aesche kritisch. Dank dem Regen vom Montag kann der empfindliche Fisch nun etwas «aufatmen» - aber nicht für lange.

Aufnahme einer gesunden Aesche, die knapp über dem Grund schwimmt.

Bildlegende: In den nächsten Tagen wieder etwas munterer: Die empfindliche Aesche freut sich über jedes Grad weniger im Rheinwasser. Keystone

Keine Sonne, kaltes Regenwasser, Windböen – das alles hat dazu geführt, dass sich das Oberflächenwasser im Zürich- und im Bodensee am Montag deutlich abgekühlt hat. In der Folge fiel auch die Wassertemperatur im Rhein auf 24 Grad ab. Urs Philipp, der Zürcher Jagd- und Fischereiaufseher rechnet damit, dass sie im Lauf des Dienstags sogar auf 23 Grad zurückgeht.

Erste tote Fische im Rhein

Für die Aesche bringt die Abkühlung eine Verschnaufpause – und die ist dringend nötig. Für den empfindlichen Fisch wird es bei 26 Grad kritisch: er bekommt nicht mehr genügend Sauerstoff. Am Wochenende hatte Urs Philipp im Rhein die ersten toten Aeschen und Barben gesichtet, wie er gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» bestätigt. Der Regen vom Montag hat ein Fischsterben wie im Hitzesommer 2003 vorerst abgewendet.

Doch die Entspannung ist nur von kurzer Dauer: schon in den nächsten Tagen soll das Thermometer wieder auf Temperaturen über 30 Grad klettern. Damit werden auch die Wassertemperaturen um ein Grad pro Tag ansteigen, erwartet der Zürcher Hüter der Fische. Und das bedeutet: Für die Aesche wird es am nächsten Wochenende bereits wieder kritisch.