Die Schätze, die aus dem Fundus kamen

Wahre Schätze schlummern im Depot des Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen. Nun holt das Museum 100 Werke aus dem Fundus, die teilweise noch nie ausgestellt waren. Besonders stolz sind die Ausstellungsmacher auf eine Sammlung aus der Enklave Büsingen.

Ein Mann zeigt auf das Gemälde einer Kirche.

Bildlegende: Die Bergkirche von Büsingen: Kurator Matthias Fischer vor einem Bild aus der Sammlung von Karl Lang. SRF

Auch Kuratoren kommen bisweilen ins Staunen. So auch Matthias Fischer vom Museum zu Allerheiligen. Vor zwei Jahren trat er seinen Job an. Und als er den Fundus durchforstete, fand er einen ganzen Strauss von Lithografien des grossen Malers Otto Dix.

Matthias Fischer forschte nach und es stellte sich heraus, dass sie zum Nachlass des ehemaligen Büsinger Bürgermeisters, Künstlers und Kunstsammlers Karl Lang gehörten. Und dass Karl Lang noch Werke weiterer Künstler gesammelt hatte: etwa von Karl Hubbuch, Erich Heckel, Max Beckman.

Noch nie in einer Ausstellung

Drei Räume der neuen Ausstellung sind nun der Sammlung von Karl Lang gewidmet. Für einen Teil der Werke eine Premiere: Sie haben zum ersten Mal den Weg aus der Sammlung in eine Ausstellung gefunden.

Es soll nicht die letzte derartige Ausstellung sein. Denn Kurator Matthias Fischer will, dass Sammlerpersönlichkeiten wie Karl Lang auch in Zukunft einen Platz erhalten im Museum. Schliesslich hätten sie massgeblich beigetragen zu den reichen Schätzen, die seit 165 Jahren im Depot des Museums schlummern.

(fren; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17.30 Uhr)

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