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Zürich Schaffhausen Die Sensation ist Tatsache: Richard Wolff wird Zürcher Stadtrat

27'550 Stimmen holt Richard Wolff (AL). Sein Konkurrent Marco Camin (FDP) erhält 26'865 Stimmen. Damit erhält die Stadt Zürich ihren ersten Stadtrat der Alternativen Liste. Die Wahl war bis am Schluss äusserst spannend.

Legende: Video «Ein Wolff für Zürich» abspielen. Laufzeit 1:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.04.2013.

Um 13 Uhr veröffentlichte die Stadt Zürich die ersten Resultate. Wahlkreis um Wahlkreis wechselten sich Marco Camin und Richard Wolff auf dem ersten Platz ab. Es war schnell klar: Die Ersatzwahl in den Zürcher Stadtrat wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Um kurz vor 14 Uhr führte dann Marco Camin mit 24'363 Stimmen, Richard Wolff lag mit deren 23'480 auf dem zweiten Platz. Es fehlten noch die Resultate des linken Kreis 3. Diese waren bereits veröffentlicht und wurden wegen eines Zählfehlers wieder zurückgezogen.

Im ersten Wahlgang hat Richard Wolff im Kreis 3 klar besser abgeschnitten, mit 1200 Stimmen mehr als Marco Camin.

Tiefe Wahlbeteiligung half Wolff

Um 14 Uhr war dann klar: Richard Wolff holt im Kreis 3 1500 Stimmen mehr als Marco Camin und gewinnt die Wahl mit einem Vorsprung von rund 700 Stimmen. Auch für Richard Wolff unerwartet:

Die Überraschung ist gross – und die Freude auch.
Autor: Richard Wolff (AL)Neuer Zürcher Stadtrat

Die tiefe Wahlbeteiligung dürfte Richard Wolff beim Sieg geholfen haben - denn vor allem die SVP vermochte ihre Wähler schlecht zu mobilisieren. In den SVP-Hochburgen war die Wahlbeteiligung besonders schlecht - so etwa im Kreis 12 mit 18,3 Prozent. In der ganzen Stadt lag die Beteiligung bei 28,3 Prozent.

Wir haben mit der Mobilisierung in gewissen Kreisen das Ziel nicht erreicht. Da bin ich schon enttäuscht.
Autor: Marco Camin (FDP)Verlierer der Stadtratswahlen

Mit Richard Wolff zieht zum ersten Mal ein AL-Stadtrat in die Stadtzürcher Regierung ein. Damit besteht der Stadtrat neu aus sieben Linken (1 AL, 2 Grüne, 4 SP) und zwei Bürgerlichen (1 FDP, 1 CVP).

Portrait Richard Wolff

Richard Wolff (55) wuchs in Zürich und Venezuela auf, studierte Geografie und Ethnologie und doktorierte zum Thema Stadtentwicklung. Heute arbeitet er im eigenen Büro für Stadtentwicklung und als Dozent an der ZHAW. Seit 2010 sass Richard Wolff für die AL im Zürcher Stadtparlament. Mehr zu Richard Wolff gibts hier.

38 Kommentare

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  • Kommentar von Chris Rot, Zürich
    Schön wie die Kommentare zu den beiden Artikel über die Ersatzwahlen die durchschnittliche Gesinnung der Schreiber wiederspiegeln: Beim AL Kandidaten häuft sich die Kritik und die Hasstirade gegen ihn. Beim SVP Kandidaten freut man sich mehrheitlich und deutlich weniger Kommentare sind zu diesem Thema verfasst worden. Das zeigt wo unser Schweizer Volk durchschnittlich steht und seit Jahren gestanden ist: In der Abhängigkeit der Bürgerlich-Konservativen.
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    1. Antwort von Peter Wolf, Zürich
      Ja, klar, Kommentare von Empörten in der Kommentarspalte eines Online Nachrichtenmagazins bieten eine statistisch Relevante Stichprobe und stehen stellvertretend für die Schweiz.
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    2. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Logisch, wenn hier mehr Kommentare aufgeschaltet werden...
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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    F.Herder,14.04.2013, 17:57 Egal, ob hier die grüne Kandidatin,die CVP- und FDP-Männer gewählt wurden oder nicht und wie auch immer das Resultat aussieht - verloren hat hier klar die Demokratie! Bei einer Wahlbeteiligung von 35.1% von einem demokratischen Entscheid zu sprechen, ist geradezu eine Verhöhnung der Demokratie. - Demfall ist der Entscheid von heute auch nicht demokratisch, da heute sogar nur 28% der Wahlberechtigten wählen gingen?
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  • Kommentar von Jorge Stein, Conches
    Überraschung: Ja und Nein! Wir müssen uns darauf einstellen: Immer häufiger werden bei Wahlen die eingebürgerten "Secondos, insbesondere aus dem Balkan und der Türkei, zum Zünglein an der Waage werden und die Politiker wählen, welche deren Interessen vertreten. So einfach ist dies. Also keine SVP, keine CVP und keine FDP! Monsieur Hollande ist in Frankreich auch nur dank der Stimmen der Immigration ans Ruder gekommen und das ganze Land zahlt jetzt dafür die Rechnung.
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    1. Antwort von Verena Eberhard, Conches
      Herr Stein sie sprechen ein wahres Wort. Das war schon lange abzusehen und da es in den Städten am meisten Eingebürgerte hat, rutschen die auch immer mehr nach links. Das hat gar nichts mit Fortschritt zu tun. Für unser Land ist das ein Schritt in die falsche Richtung. Höhere Steuern, mehr Ungerechtigkeiten, mehr Demonstrationen usw. sind die Folge.
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