Alle unter einem Dach Die Stadt bremst den FC Zürich bei der Campus-Planung

Der FC Zürich plant auf der Sportanlage Heerenschürli in Schwamendingen einen Trainingscampus für alle Mannschaften. Auf einem ungenutzten Sandplatz soll rasch ein neues Gebäude entstehen und optimale Bedingungen bieten. Die Stadt Zürich als Besitzerin des Sandplatzes tritt aber auf die Bremse.

Der FC Zürich will alle seine Mannschaften unter einem Dach vereinen. Er plant auf der Sportanlage Heerenschürli in Schwamendingen ein Trainingszentrum. Dort sollen alle Teams – vom Nachwuchs über die Frauen bis zum A-Team – optimale Bedingungen vorfinden. Dies ist heute noch nicht der Fall.

Die Trainingszentren des FC Zürich

Allmend Brunau
Das Trainings-Zuhause des FC Zürich ist seit dem Neubau des Letzigrund-Stadions die Allmend Brunau. Eigentlich als provisorische Lösung angedacht, trainiert die erste Mannschaft nun schon seit 10 Jahren dort. Die Infrastruktur in der Saalsporthalle und auf der Allmend genügt den Anforderungen für einen Spitzenclub nicht.
Sportanlage Heerenschürli
Die FCZ Academy mit den diversen Elite-Nachwuchs-Teams und die FCZ Frauen haben ihr Trainingszentrum seit 2010 in der Sportanlage Heerenschürli in Schwamendingen bezogen. Auch dort ist die bestehende Infrastruktur für den Elitesport nicht optimal.

Der FC Zürich will seine Trainingsstandorte modernisieren und zentralisieren – auf der Sportanlage Heerenschürli in Schwamendingen. Er plant auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern ein neues Gebäude, um allen FCZ-Mannschaften die optimale Infrastruktur bieten zu können.

«  Die Stadt Zürich hat dem FC Zürich angeboten, ihm den unbenutzten Sandplatz in der Heerenschürli-Sportanlage im Baurecht zu überlassen... »

FC Zürich
Auszug aus der Medienmitteilung

Entstehen soll das Gebäude auf einem Sandplatz, der momentan nicht genutzt wird. Die Stadt Zürich habe dem Club angeboten, den Platz im Baurecht abzutreten, teilt der FCZ mit. Der Stadtclub will nun die Finanzierung sicherstellen und mit der Detailplanung beginnen, so dass der Campus im Winter 2018/2019 bezogen werden kann.

Der Trainingscampus als «nicht gelegtes Ei»

Die Stadt Zürich tritt bei diesen Plänen auf die Bremse. Der FC Zürich sei der Zeit noch voraus, sagt Ralph Kreuzer vom Schul- und Sportdepartement: «Was das Baurecht betrifft, ist noch nichts gesprochen. Hier sprechen wir in der vorösterlichen Zeit von noch nicht gelegten Eiern.» Konkret: Die Stadt habe dem FC Zürich die Erlaubnis noch nicht gegeben, auf dem Sandplatz ein Gebäude zu planen.

Ralph Kreuzer betont jedoch, dass Stadt und Club seit jeher ein gutes Verhältnis zueinander pflegen und sicherlich in absehbarer Zeit zusammensitzen, um diese «Unschärfe» zu klären.