Dienstwaffe statt Bussenblock Die Stadtpolizei Zürich prüft die Bewaffnung des Assistenzdiensts

Weil die Polizei vielleicht bald mehr Konsulate bewachen muss, prüft sie eine Spezialschulung für den Assistenzdienst.

Ein Polizist verteilt eine Parkbusse.

Bildlegende: Das Aufgabenfeld des polizeilichen Assistenzdienstes wird womöglich bald erweitert. Keystone

Das Bewachen von Konsulaten macht bis heute einen kleinen Teil der Arbeit der Stadtpolizei Zürich aus. Das könnte sich aber bald ändern, wie die Zeitung «Lokalinfo» meldet. Die Schweizer Armee, die ebenfalls für den Schutz der Konsulate zuständig ist, prüft nämlich, ob sie ihr Personal Ende 2018 abzieht. Dies könnte dazu führen, dass die Polizei mehr Einsätze leisten müsste.

Die Stadtpolizei reagiert

Kommandant Daniel Blumer habe deshalb eine Projektgruppe ins Leben gerufen, sagt Stadtpolizei-Sprecher Marco Bisa. «Wir prüfen, ob ein Teil des polizeilichen Assistenzdiensts bewaffnet wird und diese Aufgabe übernehmen könnte.» Die Vorteile wären:

  • Gut ausgebildete Polizisten müssen nicht mehr vom Frontdienst abgezogen werden
  • Eine eher unbeliebte Aufgabe würde für die Polizisten entfallen

Zusatzausbildung nötig

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des polizeilichen Assistenzdienstes würden für die neue Bewachungsaufgabe geschult, sagt Werner Karlen, Präsident des Zürcher Polizeibeamtenverbands. Zur Prüfung gehöre natürlich auch, ob jemand überhaupt für den bewaffneten Dienst in Frage komme oder nicht.