«Die Wertschätzung für die Sammlung ist ein wunderbares Zeichen»

Hamburg, Paris, Saale, Stuttgart. So lautet der Reiseplan der Sammlung der Villa Flora. Die Reise wurde nötig, weil das Museum in Winterthur wegen Finanzproblemen schliessen musste. Kuratorin Angelika Affentranger sieht die Tournee nun aber als Chance.

Die Website der Villa Flora: verschiedene Bilder auf orangem Hintergrund.

Bildlegende: Die Ausstellung ist seit April 2014 geschlossen, die Bilder der Villa Flora gehen aber auf Tournee. www.villaflora.ch

Im November 2013 kündigte die Villa Flora an, ihren Ausstellungsbetrieb einzustellen. Es war die Konsequenz aus dem Entscheid des Winterthurer Stadtrats, das Museum aus Spargründen vorerst nicht mit dem Kunstverein zusammenzulegen.

Die Bilder sollten während der Schliessung aber nicht in der Villa Flora verstauben, sondern auf Tournee durch Europa reisen. Nun stehen die Stationen fest: Hamburger Kunsthalle, Musée Marmottan Monet Paris, Kunstmuseum Moritzburg Halle und Staatsgalerie Stuttgart.

Wertschätzung zählt mehr als Gewinn

«Die Auswahl ist mir nicht leicht gefallen. Wir hatten noch zehn weitere Anfragen», sagt Kuratorin Angelika Affentranger. Die Museen mussten zur Sammlung passen und die Tournee mit wenig Personal zu stemmen sein.

Angelika Affentranger betont: «Nicht wir sind auf die Museen zugegangen. Sie haben bei uns angefragt.» Die Tournee sei deshalb «eine Chance und ein wunderbares Zeichen, dass wir derart viel Wertschätzung erhalten». Gewinn will das Museum mit der Tournee nicht machen. «Wir wollen aber auch nicht drauf zahlen.»

Die Zukunftsaussichten für die Villa Flora haben sich jedoch nicht verbessert. Die Villa Flora wolle die Zeit bis im Frühling 2017 nutzen, um an einer Lösung zu arbeiten, sagt Angelika Affentranger. «Die Hoffnung stirbt zuletzt.»

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