Die Zürcher Lehrer machen mobil

50 Millionen Franken weniger: Das wollen die Zürcher Lehrerinnen und Lehrer nicht akzeptieren. Sie haben deshalb den heutigen Mittwoch zum «Tag der Bildung» ausgerufen. Auch politisch wird um Sparmassnahmen in der Bildung gerungen.

Lehrerinn mal Protestplakat.

Bildlegende: «Bildung kostet»: Wie zuletzt 2003 (Bild) möchten Lehrerinnen und Lehrer gegen Sparpläne demonstrieren. Keystone

Am Vormittag offene Türen für Besucher, am Mittag und am Nachmittag Podien, Diskussionen oder Flashmobs. So sieht der heutige Tag der Bildung an den meisten Zürcher Gymnasien aus. «Wir sind bereit», sagt Mit-Organisator und Rektor der Kantonsschule Enge, Christoph Wittmer.

Die beteiligten Schulen und Verbände wollen an diesem Tag zeigen, dass in der Bildung nicht gespart werden darf. Genau dies hat der Zürcher Regierungsrat vor: 50 Millionen Franken sollen künftig eingespart werden. Zu viel, findet Christoph Wittmer: «Wir haben steigende Schülerzahlen, gleichzeitig soll das Budget zusammengestrichen werden. Diese Rechnung geht nicht auf».

Status Quo oder Kürzungen?

Auch politisch wird das Thema «Sparen in der Bildung» heiss diskutiert. Die Konfliktlinien sind hierbei klar. Linke Parteien wollen den Status Quo beibehalten; Mitte-Rechts spricht sich tendenziell für Kürzungen aus.

SVP-Kantonsrat und Bildungspolitiker Rochus Burtscher meint etwa: «Wir müssen die Ausgaben im Griff behalten, ansonsten hinterlassen wir unseren Kindern einen riesigen Schuldenberg und dann müssten wir in der Bildung tatsächlich sparen.» Die 50 Millionen Franken, welche die Bildungsdirektion angedacht hat, seien «verkraftbar».

Anders sieht es Moritz Spillmann, SP-Kantonsrat, Bildungspolitiker und selber Gymi-Lehrer: «Diese Sparmassnahmen werden die Schülerinnen und Lehrer spüren – sei es bei den Klassengrössen, der Stundenanzahl oder den Lehrerlöhnen.»