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Zürich Schaffhausen «Dieser Kündigungsgrund ist sehr merkwürdig»

Sie habe einem Journalisten Zugang zu einer internen Datenbank ermöglicht. So lautete die Begründung der Universität Zürich für die Kündigung von Iris Ritzmann. Hintergrund ist die Affäre Mörgeli. Doch laut Arbeitsrechtler Thomas Geiser steht diese Begründung juristisch auf wackligen Beinen.

Universität Zürich, Aussenansicht
Legende: «Merkwürdiger Kündigungsgrund» an der Universität Zürich. Keystone

Die Professorin und stellvertretende Leiterin des medizinhistorischen Institutes, Iris Ritzmann, habe ihren Job bei der Universität Zürich verloren, weil sie einem Journalisten Zugang zu einer internen Datenbank gewährt habe. So die Begründung der Universität.

Diese Datenbank wird allerdings von tausenden Studenten und Mitarbeiterinnen der Universität Zürich gebraucht. Der Kündigungsgrund sei daher «ein bisschen sehr merkwürdig», sagt Arbeitsrechtler Thomas Geiser im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Geiser ist Rechtsprofessor an der Universität St. Gallen.

Noch viel merkwürdiger sei aber, dass die Universität zwar die Kündigungsfrist von sechs Monaten einhalte, der entlassenen Professorin aber keinen Lohn mehr bezahle. Das Vorgehen der Universität sei absolut aussergewöhnlich, sagt Geiser: «Das ist mir so noch nie zu Ohren gekommen!»

2 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Die ganze Sache ist ein Politzirkus, und als das haben es die meisten verstanden. Mörgel war wohl zu sehr rechts und unbequem. Iris Ritzmann hat Mörgel via Presse verpfiffen und denen gleich noch den Zugangscode der Uni ZH mitgeteilt, das ist ja schon sehr dämlich. Wollte Ritzmann die Stelle von Mörgeli ? Es sieht genau danach aus. Und wenn auch 500 linke Professoren ein teures Inserat lancieren macht es die Dinge nicht ungeschehen.
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  • Kommentar von E. Wagner, Zug
    Man kann auch Mutmassen, das der Journalist, die Professorin zur Datenbank übergab angestiftet hat, weil er eine Story gegen den verhassten Mörgeli publik machen wollte. Da ist doch einiges verborgenes gelaufen. Eine Bagatellsache scheint es eben doch nicht gewesen zu sein, wie die Professorin behauptete.
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