Dreiste Handybetrüger spielen Zürcher Jugendlichen übel mit

Die Masche ist neu und effektiv: Junge Betrüger überreden Jugendliche im Kollegenkreis, für sie ein Abo bei einem Telefonanbieter abzuschliessen. Danach knöpfen sie den Opfern das neue Handy für 100 Franken ab und lassen sie auf den teuren Verträgen sitzen.

Jugendliche in einem Zug

Bildlegende: Verlockt vom schnellen Geld, gehen viele Jugendliche den Handybetrügern auf den Leim. Keystone (Symbolbild)

Die Täter sprechen die Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren gezielt in Badeanstalten oder vor Schulen an und versprechen ihnen schnelles Geld, heisst es bei der Stadtpolizei Zürich. Offenbar vertrauen die Jugendlichen den fast gleichaltrigen Kollegen und schliessen Verträge auf ihren eigenen Namen ab. Oft sind es mehrere Verträge bei verschiedenen Anbietern, denn pro abgeschlossenem Vertrag lassen die Betrüger 100 Franken springen.

Haben die Opfer den Vertrag abgeschlossen und das neue Handy oder Tablet übergeben, versprechen die Betrüger, den Vertrag gleich auf sich selbst umzuschreiben. «Das passiert dann eben nie», sagt Philippe Schläpfer von der Stadtpolizei Zürich. Die Betrüger kommen günstig in den Besitz von neuer Hardware, die Jugendlichen hingegen bleiben auf den Vertragskosten von mehreren Tausend Franken sitzen. «Das tut dann wirklich weh», sagt Schläpfer weiter.

Die Stadtpolizei warnt die Jugendlichen denn auch mit einer neuen Kampagne vor dieser fiesen Masche. Unter dem Hashtag #fakefameZH können sich die Jugendlichen auf Plattformen wie Twitter, Facebook oder Instagram informieren.

Inzwischen hat die Stadtpolizei Zürich drei mutmassliche Betrüger festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat gegen sie ein Strafverfahren eröffnet.