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Dritte Finanzspritze Wie der Winterthurer Stadtrat die Pensionskasse sanieren will

144 Millionen Franken soll die Stadt in die Pensionskasse einschiessen. Aber auch die Angestellten müssen Abstriche machen.

Mann mit grauen Haaren und Brille erklärt etwas
Legende: Die Stadt und die PKSW haben sich geeinigt. Gemäss Michael Künzle auf einen «sinnvollen und wirkungsvollen Vorschlag». Keystone

Die Ausgangslage: 2013 wurde die Winterthurer Pensionskasse verselbständigt, seither kämpft sie mit finanziellen Problemen. Bereits zweimal hat die Stadt mit Rettungspaketen ausgeholfen. Im März teilte die Stadt mit, dass die Pensionskasse erneut saniert werden muss. In der Kasse klafft ein Loch von 210 Millionen Franken.

Der Vorschlag:

  • Die Stadt Winterthur soll 144 Millionen Franken in die Pensionskasse einschiessen.
  • Der weitere Sanierungsbedarf von rund 66 Millionen Franken sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer übernehmen.
  • Der Umwandlungssatz muss dafür von heute 6,8 Prozent bis 2024 auf 5,0 Prozent gesenkt werden.
  • Die Altersrenten werden künftig trotzdem niedriger ausfallen. Im Vergleich zu heute sind es 5 bis 13 Prozent weniger.

Die Reaktionen: Die Winterthurer SVP ist mit dem Vorschlag des Stadtrats überhaupt nicht einverstanden. Er sei «einseitig und ungenügend» heisst es in einer Mitteilung. Auch die FDP, die CVP und die EDU äussern sich kritisch. Die SP findet, die Arbeitnehmenden müssten gemäss dem neuen Vorschlag zu viel bezahlen. «Wir schaden der Stadt, wenn wir die Last zu einseitig auf unsere Angestellten abschieben», heisst es in einer Mitteilung.

Das weitere Vorgehen: Als nächstes wird das Winterthurer Stadtparlament über den Sanierungsvorschlag debattieren. Dann kommt der städtische Sanierungsbeitrag von 144 Millionen Franken noch vors Volk.

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