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Zürich Schaffhausen Dschihad-Sympathie ist kein Winterthurer Problem

Auch der dritte bekannt gewordene Fall eines jugendlichen Dschihad-Reisenden kommt aus Winterthur. Der Winterthurer Schulvorstand glaubt aber nicht, dass die Stadt ein besonders fruchtbarer Nährboden für IS-Kämpfer ist. Dennoch arbeite man am Problem und betreibe Präventionsarbeit.

Porträt eines Manns mit Brille und Anzug
Legende: «So etwas kann überall passieren»: Stefan Fritschi, Schulvorstand von Winterthur Keystone

Ein 18-jähriger Lehrling aus Winterthur ist offenbar nach Syrien gereist, um sich dem Dschihad anzuschliessen. Es ist der dritte Fall im Kanton Zürich; auch die beiden ersten jugendlichen IS-Sympathisanten kamen aus Winterthur. «Ich finde es furchtbar», sagt der Winterthurer Schulvorstand Stefan Fritschi gegenüber dem Regionaljournal. Dennoch glaubt er nicht, dass die drei Fälle ein spezifisches Problem der Stadt oder Region Winterthur darstellen.

Die Winterhurer Bevölkerung sei gut durchmischt und bezüglich Infiltrierung nicht stärker gefährdet als jene anderer Städte und Regionen, findet Fritschi. Die Neigung zum Extremismus sei vielmehr weltweit ein Altersproblem: 17- und 18-Jährige seien labil und besonders empfänglich für solche Ideen. Fritschi glaubt auch nicht, dass die Moschee in Embrach speziellen Einfluss auf die Winterthurer Jugendlichen ausübe: «So etwas kann überall passieren.»

Präventionsarbeit mit Expertenhilfe

Das Winterthurer Schuldepartement will aber alles daran setzen, um künftige Fälle von Dschihad-Reisen zu verhindern und Jugendliche nicht in den Extremismus abdriften zu lassen. Man betreibe bereits Aufklärung in den Schulen und arbeite zu diesem Zweck mit Sozialarbeitern, Extremismusspezialisten und einem Krisenpsychologen zusammen, sagt Stefan Fritschi. «Wir wollen die Jugendlichen warnen und von solchen Reisen abhalten.»

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3 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Mich ärgert die Publicity, welcher Dschihadkämpfer bei Ausreise oder Ruckkehr mit den Füssen voran erheischen. Mich ärgert überhaupt die ganze Berichterstattung zum IS. Würde die Presse konsequent nicht mehr darüber berichten und die Drecksarbeit still und leise den verbündeten Militärpartnern überlassen und ansonsten mit Publicity-Ignoranz strafen, wäre die Seuche IS bald ausgerottet.
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  • Kommentar von M. Steiner, Winterthur
    nun ja, wenn man schon die "Lies!"-Bewegung mehrmals in der Altstadt antreffen konnte und man diese offensichtlich toleriert, das könnte das darauf hindeuten, dass es sehr Wohl ein Winterthurer Problem ist. Und zwar eines der Stadtregierung und der Verwaltung in ihrer offenbar überliberalen Haltung.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Es gibt aber noch genug muslimische Troublemaker, die nicht nach Syrien reisen und hier die Leute terrorisieren und ihnen auf der Tasche (Sozialhilfe) liegen. Mit den Opfern solidarisieren sich Medien und Politik auch nicht. Diese radikalen Muslime sind nur eine Facette der gescheiterten Integration. Über Jahre hat sich unter dem Deckmantel (oder besser: der Burka) der falschen Toleranz ein Zusehen oder Ignorieren eingebürgert. Täter werden zu Opfern gemacht, die wahren Opfer sind nichts wert.
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