Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen Dunkle Wolken über Solarkraftwerk am Walensee

Naturschutzverbände kündigen Widerstand gegen eine geplante Solaranlage am Walensee an. Sie wollen dagegen kämpfen – notfalls mit Beschwerden bis vor Bundesgericht. Das Prestigeprojekt der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich und der St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke ist damit in Gefahr.

Solaranlage am Walensee
Legende: Ein Ärgernis für Naturschützer: Testanlage für das geplante, grösste Solarkraftwerk der Schweiz am Walensee. EKZ

Die Gegend um die Churfirsten und den Walensee ist nicht nur besonders schön. Sie ist auch besonders schützenswert. Sie steht im Bundesinventar der Landschaften von nationaler Bedeutung.

Dass ausgerechnet dort, in einem alten Steinbruch, auf einer Fläche von elf Fussballfeldern, die grösste Solaranlage der Schweiz entstehen soll, erzürnt Naturschutzverbände.

Christian Meienberger, Geschäftsführer Pro Natura St. Gallen, sagt: «Dieses Projekt kommt für uns nicht in Frage.» Die geplante Anlage von EKZ und SAK würde das Ufer des Walensees verunstalten.

Auf juristischem Wege verhindern

Solaranlagen sollten gebaut werden, aber nicht in schützenswerten Landschaften, findet auch Raimund Rodewald, Geschäftsführer der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Falls nötig werde man das Projekt auch auf juristischem Wege bekämpfen – mit Beschwerden bis vor Bundesgericht.

Der zuständige Projektleiter bei den EKZ, Werner Frei, hat ein gewisses Verständnis für die Anliegen der Naturschützer. «Dies ist ihre Aufgabe», sagt er. «Jetzt gilt es eine Lösung zu finden, die für alle stimmt.»

22 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von B. Bühler, Biel
    Im Land in welchem SolarImpulse erdacht und gebaut wurde und der Weltmarktführer für PV-Produktionsanlagen seinen Sitz hat, sträubt man sich gegen solche Projekte. Kleinkariert und Engstirnig. Wohl gemerkt, wir sprechen von einem bestehenden Steinbruch, welcher ein Eingriff in die Natur darstellt ob nun Solarpanels installiert werden oder nicht. Wollt ihr Industriegeschichte erhalten oder worum geht es?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von P. Manser, St. Gallen
    Ah ja die von Menschen in den Berg geschlagene Löcher nennt man Natur und schützenswert? Das einzige was den Anblick der Natur am Walensee stört sind die beiden riesen Löcher in der Bergflanke. Sieht sicher besser aus mit Solarzellen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Edi Steinlin, Zürich
    Diesen Natur- Tier- und weiss nicht was Schützern wird von den Medien eine viel zu grosse Bühne gegeben. Lassen wir sie schwafeln und machen wir was nötig ist, es kann nicht sein, dass so kleine Gruppen von Fanatikern die ganze Schweiz terrorisieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen