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Durch Zufall in die Politik Mirjam Bütikofers Idee kommt in den Ständerat

Maturanden sollen besser auf das Berufsleben vorbereitet werden. Eine Idee, die politische Unterstützung bekommt.

Die Nachwuchspolitikerin Mirjam Bütikofer sitzt in einem Saal neben dem Luzerner Ständerat Damian Müller
Legende: Mirjam Bütikofer und ihr «Götti», Ständerat Damian Müller im Bundeshaus-Medienzentrum. zvg

Mirjam Bütikofer will erreichen, dass junge Menschen während der Matur ein Praktikum machen können. So sollen sie besser auf das Berufsleben vorbereitet werden. Die 25-Jährige weiss, wovon sie spricht. Nach dem Gymnaisum machte sie zuerst ein Jahr lang Pause. Sie begann ein Jusstudium, doch sie spürte, dass der Druck für sie zu gross war. Daraufhin machte sie noch eine kaufmännische Ausbildung und arbeitet heute in der Versicherungsbranche.

Vorher war isch politisch gar nicht aktiv. Ab und zu nahm ich an einer Abstimmung teil. Und das war es dann.
Autor: Mirjam BütikoferAutorin des Vorstosses

Die Idee für eine bessere Integration von Maturandinnen und Maturanden ins Berufsleben formulierte Mirjam Bütikofer an ihrem Arbeitsplatz. Im Rahmen eines Workshops von «engage» (siehe Box unten).

Der 33-jährige Ständerat Damian Müller nahm sich ihrer Idee an. Er schreibt jetzt ein Postulat, über welches die kleine Kammer abstimmen wird. Wenn sich dafür eine Mehrheit findet, muss der Bundesrat in einem Bericht darstellen, wie Junge besser auf das Berufsleben vorbereitet werden können.

Dass ihr Idee aus fast 330 Vorschlägen ausgewählt wurde, freut Mirjam Bütikofer ungemein. Sie hätte nie damit gerechnet, wie sie sagt.

Ich hätte nie damit gerechnet. Und ich bin beeindruckt, wie offen unsere Politiker sind.
Autor: Mirjam BütikoferIdeen-Lieferantin

Und sie sei sehr beeindruckt, wie offen unser politische System sei. Dass innert weniger Wochen aus einer Idee aus ihrer Feder an einem Workshop ein Postulat im nationalen Parlament erwachsen kann.

Das Projekt «engage» - Verändere die Schweiz

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Auf der Onlineplattform www.engage.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster konnten im vergangenen Winter alle in der Schweiz lebenden Jugend­lichen zwischen 14 und 25 Jahren ihre Anliegen per Smartphone einreichen. Darauf wählten die 13 jüngsten National- und StänderätInnen je mindestens eines der Anliegen aus. Sie bringen es nun für die Umsetzung in die nationale Politik ein. Ziel des Projekts ist es, Jugendlichen auf nationaler Ebene eine neue und einfache Partizipati­onsmöglichkeit zu bieten, um sich einzubringen. Hinter dem Projekt steht der Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ. Ziel sei es, dass sich Jugendliche vermehrt in der Schweizer Politik engagieren.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Die politische Bildung und Praxis sollte von klein auf zu den wichtigsten 'Fächern' gehören. Denn sind wir, ob wir stimmen, wählen gehen oder uns enthalten nicht immer politisch? Und ist diese institutionalisierte Form des Miteinanders, das wir hier in der Schweiz haben, nicht etwas kostbares, das gepflegt, angepasst und immer mehr auch verteidigt werden muss? Unser aller Leben ist höchst politisch und das braucht Praxis und Ermutigung, Befähigung und Wissen.
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Sehr guter Vorschlag und überfällig, damit der Nachwuchs dann auch im realen Berufsleben ankommt.
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    1. Antwort von Remo Fischer (Remo98)
      Eigenverantwortlich ist Berufserfahrung während und nach der Matur schon jetzt möglich, sei es in einem Ferienjob oder einem Praktikum nach der Matur. Während dem Gymnasium sollen sich die Schüler auf ihre schulische Bildung konzentrieren.
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    2. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Warum denn diese Trennung von Theorie& Praxis Herr Fischer? Es gibt Schulen, - oft gehören diese den sogenannten Eliteschmieden an - die beides miteinander verbinden. Es heisst ja einverleiben, zu Eigen machen. Unsere Physiologie ist immer eine Ganzkörperangelegenheit. Wie lernen den Kinder, im Alter wo Lernen deren HauptJob ist, durch tun, ausprobieren, erneutes tun auch Jungs&Mädels auf ihren Rollbrettern machen es uns vor, unbeirrt ausprobieren, anpassen, neu ausprobieren, bis es klappt.
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