Durchmesserlinie: Wer gewinnt und wer verliert?

Mit der Eröffnung der Durchmesserlinie kommt es zu einer grossen Fahrplanänderung im ZVV-Netz. Das linke Zürichseeufer gehört zu den Profiteuren. Zürich-Wipkingen hingegen wird abgehängt.

Bahnhofsschilder von Wädenswil und Wipkingen

Bildlegende: Wädenswil gewinnt, Wipkingen verliert mit der neuen Durchmesserlinie. SRF

Das 2-Milliarden-Projekt hat für die Pendlerinnen und Pendler im Kanton Zürich konkrete Auswirkungen: Weil mehrere S-Bahnen im Zürcher Hauptbahnhof nicht mehr wenden müssen, verkürzen sich zahlreiche Verbindungen um einige Minuten.

So dauert zum Beispiel die Fahrt von Wädenswil nach Winterthur künftig weniger als eine Stunde. Und nicht nur Wädenswil, sondern das ganze linke Zürichseeufer profitiert stark von den Fahrplanänderungen.

Das freut den Wädenswiler Stadtpräsidenten Philipp Kutter (CVP): «Das ist ein Meilenstein, ein Quantensprung für Wädenswil und den ganzen Kanton Zürich», sagt er im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Eine «Katastrophe» für Wipkingen

Aber nicht alle jubilieren: Das Stadtzürcher Quartier Wipkingen gehört zu den grossen Verlierern der Durchmesserlinie. Künftig halten die S-Bahn-Linien 2, 8 und 14 nicht mehr am Bahnhof Wipkingen. Quartiervereinspräsident Beni Weder spricht von einer «Katastrophe».