Durchstarten dank weltweitem «Gesundheits-Facebook»

Die so genannte Life Science, die Forschung und Entwicklung von Medikamenten und Medizinalgeräten, ist jener Wirtschaftszweig im Kanton Zürich, der am stärksten wächst zurzeit. Dank einer Art «Facebook» für Krankenakten will die Branche richtig durchstarten.

Karteischublade beim Arzt

Bildlegende: Statt der Karteischublade beim Arzt eine Internet-Datenbank. Keystone

Verglichen mit anderen Branchen wie beispielsweise dem Finanzsektor spielt die Life Science im Kanton Zürich heute noch eine marginale Rolle. Gemäss einer aktuellen Studie der Wirtschaftsforschungsstelle «Bakbasel» lag ihr Anteil 2012 bei einem Prozent an der Gesamtwirtschaft des Kantons Zürich.

«Da ist noch einiges Potenzial»

Die gleiche Untersuchung kommt aber auch zum Schluss, dass die Life Science, also die Medizinalbranche, am stärksten gewachsen ist in den letzten 10 Jahren. «Und sie hat noch einiges Potenzial», sagte der Verfasser und Ökonom Martin Eichler am Montagabend an einem Branchen-Netzwerk Anlass im Bio-Technopark in Schlieren.

Mittlerweile haben sich dort 37 Start-up-Unternehmen angesiedelt. Firmen, die sich von der Universität oder der ETH Zürich abgenabelt haben. Sie betreiben Forschung und Entwicklung von Medikamenten oder Medizinalgeräten. Dies zum Teil mit grossem Erfolg.

Google und Facebook ausstechen

Und schon wird im Bio-Technopark die nächste Idee ausgebrütet: Eine riesige, weltweite Datenbank für Krankenakten, getragen von einer Genossenschaft: «Dieses Modell ist international konkurrenzfähig. Wir dürfen dieses Feld nicht Google oder Facebook überlassen», sagt Ernst Hafen, Präsident des Vereins Bio-Technopark, gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».