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Zürich Schaffhausen Durststrecke in Winterthur: wo das Sparen besonders schmerzt

Die Stadt Winterthur ist in Geldnot: 62 Millionen Franken fehlen. Im Dezember entscheidet das Stadtparlament über eine Erhöhung des Steuerfusses von 122 auf 127 Prozent. «Schweiz aktuell» fragt in einer Suppenküche und beim Schulvorstand nach Konsequenzen.

Legende: Video Finanzmisere abspielen. Laufzeit 9:18 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 06.11.2013.

Allein zwischen 2005 und 2013 haben die Ausgaben im Sozialbereich in Winterthur von 130 auf rund 180 Millionen Franken zugenommen. Mit ein Grund für das Defizit in der Stadtkasse. In der Suppenküche der Missione cattolica spürt Seelsorger Don Alberto, dass immer mehr Menschen auf günstiges Essen angewiesen sind. «Vor drei Jahren hatten wir etwa zehn Leute bei uns. Inzwischen sind es 40 bis 50.» Unter ihnen die 43jährige Sandra M. Sie ist arbeitslos und dankbar für das Angebot: «Hier gibt es ein Menü für vier Franken. Das kriegt man sonst nirgends.»

Schulvorstand Stefan Fritschi möchte trotz roter Zahlen keine Abstriche machen bei der Volksschule, wie er gegenüber «Schweiz aktuell» betont. Eigentlich wolle man die Klassen nicht vergrössern und die Tarife der schulergänzenden Betreuung nicht erhöhen müssen. «Aber all dies steht letztlich auf dem Spiel, ebenso Leistungen bei der Musikpädagogik».

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    180 Millionen Franken Sozialausgaben pro Jahr, das entspricht 3'600 Personen à je 50'000.- Franken pro Jahr, ein Haufen Sozialfälle für eine Stadt wie Winterthur. Aber Winterthur war ja immer schon irgendwie etwas auf der linken Seite, könnte sein, das deshalb die Kasse so grauenhaft leer ist.
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